Full text: Lebenserinnerungen von Christoph Heinrich Pfaff, Doctor der Philosophie und Medicin ...


denden Symptomen auf den bleibenden Charakter und den moralischen Werth der Menschen Folgerungen zu machen . Nur selten schienen bei solchen Erzählungen oder sonst in den Lebenserinnerungen kleine Milderungen nöthig , die der Verstorbene , wenn er sich das Manuscript vor dem Drucke noch einmal hätte vorlesen lassen können , wahr - scheinlich veranlaßt haben würde 
Die Leser werden nicht vergessen , daß der Verfasser seine Erinnerungen wegen seiner Erblindung dictiren mußte Wenn auch eine gedruckte Schrift strenger zu beurtheilen ist , als das gesprochene Wort ; so wird doch bei diesen dictirten , anspruchslosen Erinnerungen nicht zu übersehen sein , daß sie als ein gesprochenes Wort anzusehen sind . Sollte in dem aus dem reichen Gedächtniß Dictirten sich hin und wieder in Jahreszahlen oder sonst ein Irrthum finden , so wird dies der Leser dem fast achtzigjährigen Alter , welches auch das sonst so treue Erinnern etwas schwächt , zu Gute halten . So wird z . 33 . die S . 125 erwähnte Unterredung zwischen Graf F . L . Stolberg und Chr . Dahl - mann wohl einer spätern Zeit angehören , als man nach der Darstellung daselbst annehmen wird . Auf die Sache selbst ist dieser chronologische Jrthum ohne Einfluß . 
Daß der Verfasser Einiges aus seinen Notizen über Cuvier , die vor Cuvier's Briefen an Pfaff gedruckt sind , wieder in die Erinnerungen aufgenommen hat , wird keiner Entschuldigung bedürfen . 
Professor Nitzsch , der vieljährige College unsers Pfaff , hat erlaubt , daß sein treffliches Denkmal , welches er dem Verstorbenen nach dessem Tode widmete , mit diesen Er - 
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.