Full text: Lebenserinnerungen von Christoph Heinrich Pfaff, Doctor der Philosophie und Medicin ...


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Carlsruhe zurück . Ich will nur aus dieser Reise hier hervor - c ; 
heben , daß ich hier zum erstenmal durch Autopsie mit den Er - H 
scheinungen des thierischen Magnetismus bekannt wurde , der mich Ul 
später so sehr interessirte , worauf ich in dem Artikel , »meine schrist - gj 
stellerische Thätigkeit« noch zurückkommen werde . Es brachte mich fll 
nämlich der bekannte Heilbronner Arzt Gmelin zu einer Somnam - bulen , einem jungen Frauenzimmer , mit der er mich in Rap - Ö£ 
port setzte . Ich war aber noch ein zu wenig unterrichteter , eben hx 
angehender medicinischer Student , um eine eigentlich instructive fr ( 
Beobachtung anstellen zu können . Auch in Carlsruhe weihete Ql , 
mich der Physiker Beckmann in den thierischen Magnetismus ur 
ein , ohne daß ich aber in den nächstfolgenden Jahren mich weiter Qt 
dafür interessirte . Den Besuch in Bruchsal verdanke ich einem ^ 
Briese des damaligen Leibarztes des Bischofs von Speier Dr . 
Reuß , der später als Leibarzt nach Stuttgart berufen wurde , und durch seine Dissertation über den Zusammenhang der Pla - centa mit dem Uterus auch in der gelehrten Welt bekannt ist . 
Einen größeren Umfang und ein viel höheres Interesse , besonders ^c 
für Erweiterung meiner chemischen , mineralogischen und selbst zz , 
bergmännischen Kenntnisse hatte eine in Gesellschaft mit einem gC ( 
guten Freunde in dem Würtembergischen und Fürstenbergischen Schwarzwald unternommene Reise in den Herbstferien von 1790 . j , ei 
Meinem Vater zu seinem Geburtstage eine Freude zu bereiten , na 
entwarf ich von dieser Reise eine sehr sorgfältig ausgearbeitete Beschreibung mit dem aus I . I . Rousseau vorangeschicktem Motto : gr ( 
„ II rTy a qu'une maniere de voyager , qui nie plaise davan - ^ 
tage , que les voyages ä cheval . Ce sont les voyages ä pied . " 
Diese Beschreibung befindet sich noch in meinen Händen und ütl1 
giebt mir in meinen alten Tagen ein angenehmes Gefühl , mit welchem Interesse ich damals ergriff , was die Natur und ihre Merkwürdigkeiten , den Menschen nach seinen Sitten , seinem Be - triebe und besonders den bergmännischen Kunstfleiß betraf . 
Eine dritte Fußreise machte ich in den Herbstferien 1791 gja 
mit dem originellen Professor Moll und einem academischen ^ 
Freunde durch einen Theil der östlichen Alp , von der ich nur ^ 
ein kleines Abentheuer anführen will , das zur Charakteristik der ^ 
damaligen Zeit dienen mag . Ehe wir den Crt , wenn ich nicht
	        
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