Full text: Lebenserinnerungen von Christoph Heinrich Pfaff, Doctor der Philosophie und Medicin ...

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C . 
Friderike Brun , geb . Munter , an C , H . Pfaff . 
Die Bekanntschast Pfaff's mit dem Brun'schen Hause in Copenhagen war ihm höchst erfreulich und nicht ohne Einfluß auf seinen Lebensweg . Pfaff traf auf der italienischen Reise in Rom im Januar 1796 wieder mit Fr . Brun zusammen und schrieb darüber sehr erfreut an seine Schwester . Vergl . S . 83 . 
Stäbchen Roth an der Rednitz , 4 Meilen von Nürnberg auf . der Schwäbischen Glänze , den 20 . Juli 1795 . 
Ich kann Ihnen meinen herzlichen Dank für Ihren lieben , lange erwarteten und interessanten Brief nicht inniger zu er - kennen geben , mein bester Pfaff , als dadurch , daß ich denselben aufsparte , um Ihnen vom geliebten vaterländischen Boden zuzu - rufen , daß Sie unvergessen in meinem Herzen und unter uns allen fortleben , wie in den Tagen unsers Beisammenlebens , daß Ihr Name immer mit Liebe von unseren Lippen ertönt , und oft als das Symbol achter Biedertreue und reiner Herzensgüte Ihr Bild um uns schwebt . 
Durch die Meinigen wissen Sie , wie Carlsbad auf mich wirkte . - . Zur Stärkung brauche ich jetzt die kleine Eger - Cur und zwar gerade an den Tagen , wo ich nicht Molken trinke . — . Die letzte Zeit meines Aufenthalts in Carlsbad ward mir höchst lehrreich und zuletzt lieb durch meine Bekanntschaft mit Goethen . Wir sahen uns täglich erst mit Neugierde , dann mit Interesse , dann schieden wir von einander mit Wohlwollen . Mir erschien er als eins der seltensten Exemplare der Menschheit , in voller Kraft eines unbeugsamen Willens und hohen Geistes . Ihm war es vielleicht neu , ein Weib zu sehen , die ruhig und ungeblendet ihn beobach - iete . So blieben wir eine Weile einander gegenüber , aber dann öffnete er sich mir mit edler Offenheit , fühlend , daß ich sein besseres Selbst suchte — und ich entdeckte in ihm einen Schatz der Wahrheit , Billigkeit und häuslichen Güte , die verbunden mit dem , was der Schöpfer des Tassv und der Jphigenia und des Egmont zu geben vermag , mir ihn unvergeßlich machen . Lassen sie mich immer stolz darauf sein , mich mit Goethen auf 
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