Full text: Lebenserinnerungen von Christoph Heinrich Pfaff, Doctor der Philosophie und Medicin ...

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weihe , des Kapellmeister Schulz , eines Mannes von der edelsten Denkungsart und einer sehr muntern Laune und liebenswürdigen Naivetät , des Rechlin , eines guten Mathematikers , Philosophen und Dichters , eines jungen Mannes von ganz eminenten Eigen - schaften des Geistes und Herzens , und der Frau Brun , mit der ich schon in Copenhagen einen sehr engen freundschaftlichen Um - gang und über die ich zugleich eine gewisse Art medicinischer Aufsicht hatte , einer sehr gebildeten geistreichen Dame ; die Freund - schaft und Dankbarkeit dieser Menschen ist mir die süßeste Be - lohnung , und ich möchte sagen , daß die Tage , die ich seit der Abreise von Copenhagen bis jetzt verlebte , zu den glücklichsten meines Lebens gehören . Leider werden sie nun bald aufhören , in drey Tagen wird der schöne Bund getrennt , Frau Brun reist weiter nach Hamburg , Rechlin in seine Vaterstadt und ich nach Copenhagen zurück . Dort erwarte ich zuverlässig eine Antwort von Dir auf diesen Brief . — . Ich habe hier den Physiker Schräder wieder gesprochen , er wünscht Antwort auf seinen Brief an Dich wegen des Telescops für die Universität Helmstädt . — . Nun lebe recht wohl . Ich schreibe diesmal auch nach Hause , Du kannst übrigens einen Gruß von mir zugleich vermelden . Antworte bald 
Deinem treuen Bruder 
C . H Psasf . 
( 5 . H . Pfaff an Luise Psasf . 
( St>r . H , Psaff an seine Schwester Luise Pfaff in Stuttgart , später verheirathet a» den Leibarzt des Königs und Obermedicinalrath K . I . Jäger . Vergl . S . ! ) 7 . 
Pisa , den 30 , November 1795 . 
Liebste Luise . 
Dein Brief voll der zärtlichsten Gesinnungen gegen mich hat mich sehr erfreut . Du verdienst wohl , daß ich meine Briefe an Dich nicht nachzähle und Dir nicht mit karger Hand zutheile , auch wirst Du dies schon deswegen nicht zu befürchten haben ,
	        

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