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Du warst von je des Lichts Verehrer , Und doch entzog sich Dir das Licht .
Getrost , noch schneller , als die Strahlen ;
Der Sonne , strömt auf Dich daher j
Von Jovis Bett , aus goldnen Schalen Electron der Olympier .
Ob einst Vulkan der Sieg gelinge ? (
Ob wiederkehre alte Nacht ?
Ob Wischnu je den Siva zwinge ? j
Der Sophische erkennt die Macht . (
Du hast gekämpft , Du hast gerungen j
Als Held und Dränger der Natur ,
Der Schwere finstre Macht bezwungen , ^
Du bist der Forscher Großcomthur .
Und doch bist du nur an die Pforte
Gelangt , die Himmels Eingang ist ;
Klopf an , gehorcht wird Deinem Worte ,
Denn Logos , logisch , das ist Christ .
Und theologisch , geologisch ,
Das ist nicht schlechthin Widerspruch ,
Altgläubig oder neologisch ,
Citirt wird stets dasselbe Buch .
Dem Theosophischen ist Leben ,
Das ewige des Alls , Gewinn ,
Denn , was wir auch für Namen geben ,
Sie haben alle Einen Sinn .
Nicht immer wird der Erdball kreisen ,
Er sinkt in dunklen Aschenhauf ,
Doch immer fort in neuen Weisen ,
Beginnt der jungen Sterne Lauf .
Du , lebe fort , und lehre , lerne ,
Und tritt auf Asche einst Dein Fuß ,
Sag' : auf der Tellus lebt' ich gerne ;
Und schwing Dich auf zum Sirius .
Mögest du dem von tiefem Dank und Rührung durch - drungenen Freunde es zu Gute halten , wenn er , ergriffen von Deinem poetischen Schwünge , Goethe's und Schiller's Lorbeer um Deine Schläfe winden möchte . Empfange aber auch Du , vielbewährter Altmeister der heilbringenden Kunst , der sich durch
Franz Baltisch .
.

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