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^fuhren zusammen große Strecken des unterirdischen Bergbaues , Und es amusirte den trefflichen Freund ganz besonders , daß eine deiner beiden Töchter , Jette , welche meine Reisegefährtinnen Ovaren , uns im Bergknappenanzug auf dieser unterirdischen Reise begleitete , auf der wir , nachdem ein langer herrlicher Stollen durchschritten , reichlich eine Wiertelstunde von dem Orte unseres Hinabsteigens entfernt wieder an das Tageslicht kamen . In Stuttgart erlebte ich die große Begebenheit , daß die Landesver - Fassung , die unter dem vorigen König vergeblich erstrebt , nach ^>fer Berathung zwischen dem nun regierenden Könige und den I Ständen vereinbart worden war . Ich machte die kleine Reise Nach Ludwigsburg , wo die Stände tagten , um alte Freunde , Namentlich den ehrwürdigen Prälaten Abel , meinen früheren Lehrer , und den Kanzler Autenrieth , meinen nahen Universitäts - freund , die beide Mitglieder dieser Stände waren , zu begrüßen Und die Freude mit ihnen zu theilen , daß eine im Ganzen frei - Mnige Verfassung , deren zweite Kammer besonders kräftig °kganisirt war , nicht octroyirt , wie es bei anderen Ver - Esslingen der Fall gewesen , sondern durch einen förmlichen Vertrag zwischen dem Regenten und den Repräsentanten des Nockes zu Stande gebracht worden . Mit Recht verdient Wür - Imbergs König den Namen eines wahrhaft constitutionellen , ^n er auch in feiner ganzen ferneren Regentenlaustahn sich zu Ehalten gewußt hat , und nur neidische kleinliche Feinde unan - ^stbarer Volksrechte mogten ihm , aber vergebens , wegen der ^vrm , in welcher die Verfassung zu Stande kam , den ihm eben ^raus erwachsenen Ruhm verkümmern , indem sie ihn den ^acobiner - König nannten . Uebrigens war mir Autenrieth ein Beispiel , daß man mit hoher Wissenschastlichkeit in einem ganz Ederen Gebiete wohl ein sehr großes politisches Interesse enden kann , wie er denn an den Debatten , die der Verfassung Drangingen , lebhaften Antheil genommen . In Stuttgart hielt H gleichzeitig mit mir der berühmte Herausgeber der Annalen ^ Physik , Professor Gilbert , auf . Wer ihn einmal gesehen hat , wird 'eine kleine verwachsene Figur , sein kluges Auge bemerkt haben , das ^ zugleich die bisweilen in's Hämische gehende Polemik zur Genüge Grieth , mit welcher er alle Schwärmereien und Ausschweifungen

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