Full text: Lebenserinnerungen von Christoph Heinrich Pfaff, Doctor der Philosophie und Medicin ...

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schaft sich entwickelte und bis zu seinem leider schon vor Jahren bei 
erfolgten Tode bestand , und die , da Eimbcke sich später nach Pol 
Hamburg übersiedelte , wo er eine ansehnliche Apotheke ankaufte , fech 
und zugleich eine chemische Fabrik von mehreren wichtigen Prä - den 
paraten anlegte , bei meinen öfteren Besuchen in Hamburg die gehi 
Quelle der lehrreichsten Unterhaltung über physikalische und che - Mit 
mische Gegenstände wurde , vr . Eimbcke war nämlich in beiden der ! 
Fächern sehr unterrichtet und durch - 'mechanisches Talent ausge - sein 
zeichnet , und als pharmaceutisches Mitglied des Gcsundheits - Neb 
rathes hat er sich um das Hamburger Apothekerwesen , namentlich zu j 
auch durch Herausgabe des Apparatus Meilicaminum Hambur - dem 
gensis wesentliche Verdienste erworben . Er war dabei einer ich i 
jener ächten Hamburger , der allem Höfischen fremd , etwas an die Nah , 
Grenze des Gegentheils streifte , seine Ueberzeugung nie verläug - Und 
nend , und vor keiner bloßen Autorität sich beugend . Bei Dr . früh 
Eimbke traf ich zu meiner freundlichen Ueberraschung mit seinem leert 
Schwager , dem vr . Chaufepi« . zusammen , mit dem ich zwar nur >ch 
sehr oberflächlich in den wenigen Jahren , die er früher in der ausi 
Academie zu Stuttgart zugebracht , bekannt geworden war , wo iebc>i 
sich aber in unserm Begegnen recht deutlich das Band aussprach , Uan , 
das die Carls - Schüler , wo sie sich wieder treffen , innigst ver - passi 
verknüpft . Er machte die Reise zu gleichem Zweck , wie ich in bei i 
Kopenhagen , die Accouchiranstalt zu benutzen , um dann mit um ganz 
so gewisseren Erfolge in die Fußtapsen seines Vaters treten zu Neid 
können , der ein sehr geschätzter Arzt und Accoucheur in Hamburg stärk 
gewesen war . Wir verabredeten uns sogleich , in Kopenhagen Mit zusammen zu wohnen und gemeinschaftliche Haushaltung zu 
führen , wo wir manches Angenehme theilten , welches jetzt uns an e 
noch oft in der Erinnerung ergötzt . Er ist von allen meinen ^nn 
früheren Freunden der einzige noch übrig gebliebene , und es ist Unge 
bemerkenswerth , daß wir zwei Jahre nach der Reihe , 1843 und fäfln 
1844 , wechselseitig an der Feier unseres Doctorjubiläums Theil fehrl 
nahmen . In Kiel machte ich die erste Bekanntschaft mit jenen fo tr 
gelehrten Notabilitäten , mit denen ich nach wenigen Jahren in hatte 
eine so nahe Verbindung treten sollte . Des berühmten Philosophen klagt 
Reinhold's Stern war eben über Kiel aufgegangen . Ich hatte gebn 
noch von der Huldigung gehört , die ihm im verflossenen Sommer £f ) ai
	        
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