Betrachtungen über die Architektonik der Tiere .
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andern Worte kurz auszudrücken — durch und durch Biologe war und es als Forscher in allem zu sein gestrebt hat . In diesem Sinne hat er sich auch so entschieden dagegen gesträubt , er sei ein Achsenzoologe . Mit ihm bin ich der Ansicht , daß die in diesem Worte ausgedrückte Richtung die Zoologie auf einen Weg führt , der keinen Fortschritt darstellt .
Den Mittelpunkt und , unleugbar wenigstens in historischem Sinne , den Ausgangspunkt aller Betrachtungen über die tonik des Tierkörpers bilden die Definitionen des bilateralen und des radiären Baues . Diese lautet bei R . Hertwig , dessen weit breitetem Lehrbuch ich das Beispiel entnehme , folgendermaßen : . . Monaxonie und Radialsymmetrie wird herbeigeführt , wenn in einer bestimmten Richtung das Wachstum und demgemäß auch die Bildung der Organe in anderer Weise sich vollzieht , als in den senkrecht dazu gestellten Richtungen . Wir nennen die Linie , welche diese Richtung bezeichnet , Hauptachse im Gegensatz zu den noch einander gleichen Nebenachsen oder Radien . Die Hauptachse kann als solche bestimmbar sein , weil sie länger oder kürzer ist als die Nebenachsen ; sie kann aber auch gleich lang sein wie diese und dennoch genau bestimmt sein , indem in ihr gewisse Organe ( z . B . die Mundöffnung ) liegen , welche in den andern Richtungen fehlen . Bei radialsymmetrischen Tieren sind die meisten Organe in größerer Anzahl vorhanden und gleichmäßig um die Hauptachse in der tung der Radien verteilt . Durch ein solches Tier kann man eine große Anzahl Schnitte führen , welche durch die Längsachse gehen und den Kör per symmetrisch halbieren . Zerschneidet man das Tier in der Richtung aller möglichen Symmetrieebenen , so erhält man Stücke , welche im wesentlichen gleich gebaut sind . Gewisse stämme , wie die meisten Echinodermen und Cölenteraten , sind mehr oder minder vollkommen radialsymmetrisch .
Die zwei nächst folgenden Grundformen haben das Gemeinsame , daß 3 ungleichwertige , aufeinander senkrecht stehende Achsen scheidbar sind , die man als Hauptachse , Quer - oder achse und Pfeil - oder Sagittalachse bezeichnet . Dies ist der Fall , wenn , abgesehen von der Hauptachse , auch in der Sagittalrichtung eine andere Organverteilung herrscht als in der Transversalrichtung , wenn in der ersteren Organe liegen , die in der letzteren fehlen , und umgekehrt . Dann sind zunächst , solange es sich nur um ITngleich - wertigkeit der Achsen handelt , 2 Symmetrieebenen möglich ; man kann das Tier symmetrisch teilen , 1 . wenn man den Schnitt durch
Zool . Jahrb . , Supplement VIII . 41

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