Full text: Festschrift zum 80. Geburtstage des Herrn Geheimen Regierungsrats Prof. Dr. Karl Möbius in Berlin

Geographische Verbreitung der coprophageii Lamellicornier . 
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wieder zu ihren von alters her beliebten Tischen zurückgeführt hat . Das ist nämlich in Südamerika der Fall , worüber in einem folgenden Kapitel eingehendere Mitteilungen gemacht werden sollen . 
Die Abhängigkeit der Coprophagen von außerhalb liegenden Faktoren bezieht sich auch auf gewisse Tiergattungen zierender Mammalien . Manche Aphodius - Avten finden sich nur an den Excrementen von Cerviden . In einer Gegend , wo wilde Kaninchen ( . Lepus cuniculus ) häufig sind und den Sandboden durchwühlen , findet sich auch der dreihörnige große Dungkäfer Minotaurus typhoeus , den man an andern Orten der Umgegend vergeblich sucht . Wo in einer Gegend keine Viehzucht getrieben wird , sind auch coprophage Lamellicornier nur lückenhaft vertreten . Von vielen Arten dieser Familie kennt man die Lebensverhältnisse ( die Nahrung und morphose ) und die Ursachen der faunistischen Verteilung nur genau , weil die Coleopterologen meist zu wenig Wert auf diese Seite der Entomologie legen . 
Der Inhalt einer Fauna besteht meist aus sehr verschiedenen Elementen . Relicte aus alten Zeiten leben neben eingewanderten Gattungen und Arten einer neuern Zeitepoche . Manche Formen weisen auf den Norden hin , während andere als südliche Elemente zu betrachten sind . Das insulare Vorkommen von Sisyphus schaefferi in Thüringen dürfte sich bei eingehender Untersuchung so erklären lassen , daß diese Art nach einer früher weitern Verbreitung über Deutschland an einzelnen günstigen Punkten sich konserviert hat . Sie findet sich auch an einigen Orten in Südwest - Deuschland , auch in Belgien nahe der holländischen Grenze . Das Vorkommen anderer Arten , z . B . des südwest - europäischen Geotrupes hypocrita in Belgien , Holland und Westfalen , mag vielleicht als ein Vorrücken nach Norden hin zu deuten sein . Nur genaue faunistische Aufzeichnungen auf chronologischer Grundlage , unter Beachtung älterer Angaben , können hier zum Ziele führen . Auch das Vorkommen des Geotrupes Pyrenaeus in den südlichen Vogesen ist beachtenswert . 
Hinsichtlich der Biologie und Metamorphose ist fast nichts kannt von den areni col en Gattungen Bhysscmus , Aegialia , Psammohius . Atacnius etc . , welche sich an dürrem Sandboden und z . T . an ufern finden und vermutlich von vegetabilischen Abfällen leben . Es fehlt hier überall an ausreichenden oder überhaupt an tungen über die Lebensweise und die Metamorphose namentlich der kleinen Formen , selbst in Deutschland , wo es so viele kundige gibt .
	        

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