Full text: Festschrift zum 80. Geburtstage des Herrn Geheimen Regierungsrats Prof. Dr. Karl Möbius in Berlin

Stielängige Krebse von Messina . 
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von Herrn Dr . R . Hartmeyer im Winter 1899 / 1900 in der Straße von Messina zusammen mit vielen andern Tieren gesammelt und dem Berliner Museum geschenkt worden . Da einige der Arten für Messina . andere für das Mittelmeer überhaupt noch nicht bekannt sind , so schien mir eine kleine Mitteilung über meine Funde am Platze zu sein , wobei ich einige Angaben über Abweichungen von frühern Beschreibungen und Ergänzungen zu solchen beifüge . Außer den fertig ausgebildeten Tieren schienen mir einige Larvenformen interessant zu sein , die ich beschreiben werde . 
I . Schizopoda . 
A . Mysidea . 
Sars gibt von folgenden Mysiden an , daß er sie aus der Straße Von Messina erhalten hat : Mysis bakirensis Gr . 0 . Sars , Leptomijsis apiops G . 0 . Sars , Anchialus agilis G . 0 . Sars , Siriella clausii G . 0 . Sars , Erythrops pygmaea G . 0 . Sars und Mysidopsis gibbosa G . O . Sars . Keine dieser 6 Arten habe ich vor mir , wohl aber 2 andere , so daß die Zahl der für die Meerenge von Messina nachgewiesenen Mysiden - Arten nunmehr 8 beträgt — ich zweifle nicht , daß andere dort in Zukunft gefunden werden und die Artenzahl weiter mehren werden . 
Arachnomysift leuckartii Chun . 
( Fig . 1 - 6 . ) 
Nachdem Chun ( 1887 u . 1896 ) ausführliche Beschreibungen vom Männchen dieser merkwürdigen Form gegeben , bemerkt Lo Bianco ( 1901 , p . 440 ) , daß er im Golf von Neapel neben männlichen auch leibliche Exemplare gefunden habe , welche eine Länge von 10 mm erreichen ; sie unterscheiden sich vom Männchen durch gänzliches Fehlen von Pleopoden , während „ unter dem Bauch , und zwar in der íhorakalregion in der Nähe der Abdominalringe , sich eine ungeheure î'Unde Bruttasche aus 2 konkaven Membranen anschmiegt , deren bewimperte Bänder beinahe aneinander haften . Ihre Embryonen haben die typische Form der übrigen Mysiden . " 
Ich habe ein weibliches Exemplar der Art vor mir , das zwar die Endopoditen der Brustbeine verloren hat ( Fig . 1 ) , indessen fand i°h nachträglich einige derselben ; beim Vergleich mit Chun's bildung ( 1896 , tab . 13 , fig . 4 ) kann an ihrer Zugehörigkeit kein Zweifel sein .
	        

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