Die geographische Verbreitung der Scolopendrideu .
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auf eine so geringe Plastizität der Gruppe , daß selbst Reihen von erdgeschichtlichen Perioden und völlig veränderte bedingungen nur ganz geringfügige , meist kaum zu scheidungen , sehr selten zu Gattungscharakteren ausreichende Differenzierung der in hohem Grade konservativen Urtypen hervorgebracht haben . Unter diesem Gesichtspunkte muß es sogar als zweifelhaft gelten , ob selbst jene oben erwähnten acht kosmopolitischen Arten — es sind streng genommen nur 4 , lich Scolopendra morsitans und subspinipes , Rhysida nuda und 1 onfjipes — tatsächlich durch Verschleppung zu ihrer universalen Verbreitung gelangt sind ; jedenfalls wird man die Möglichkeit nicht ausschließen können , daß auch sie schon einer noch vor der Ausbildung der tigen Klimazonen universell verbreiteten Urfauna angehörten und trotz aller Wandlungen der Zeiten und Verhältnisse von da bis jetzt allerorten den Speciescharakter bewahrt haben . Ohne Beispiel wäre eine solche außergewöhnliche Konstanz der Art ja nicht ; seits fehlt es uns allerdings an jedem Kriterium , durch das wir die daneben jedenfalls auch mit in Rechnung zu ziehenden recenten schleppungen von alten Relicten unterscheiden könnten .
Über das geologische Alter der Scolopendriden , das bei Überlegungen der vorstehenden Art natürlich in erster Linie mit zu Rate zu ziehen ist , wissen wir leider außerordentlich wenig . Zwar ist schon aus dem Carbon eine Gruppe der Myriopoden , die der Protos y ngnat lia , bekannt , die man als Vorfahren der heutigen Chilopoden aufgefaßt hat ; diese letztern selbst aber sind bis jetzt nur im Bernstein des Unteroligocän gefunden , hier allerdings schon in scharfer Gliederung der Scutigeriden . Lithobien , Scolopen - dren und Geophiliden . Dennoch wäre es verfehlt , auf Grund dieser negativen Befunde die Entstehung der Scolopendriden in das Tertiär verlegen zu wollen . Auch die Scorpione fehlen in den samten mesozoischen Schichten und würden in gleicher Weise für alttertiär angesprochen werden müssen , wenn nicht glücklicherweise daneben aus dem Obersilur einige spärliche Reste bekannt geworden wären . Von Pedipalpen sind sogar nur im Carbon einige Formen ^'halten , während die ganzen nachfolgenden Schichten keine Spur derselben bewahrt haben . Bei dem ausgeprägt archaistischen rakter der Scolopender und der ungemeinen Festigkeit aller ihrer Morphologischen Merkmale dürfte daher die Annahme nicht zu wagt sein , daß die Familie zum mindesten in ihren Hauptgattuugen schon existierte , ehe im Beginn der Tertiärzeit die Diiferenzierung

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