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Wilhelm Luft .
ohren klingen und von der stabreimenden metrik wufste er wenig mehr oder nichts . So weit es ihm aber möglich war , ging er sorgfältig zu werke . Die schrift erscheint durchaus nicht allzu flüchtig und schlecht , und die häufigen korrekturen lassen auch nicht gerade auf mangel an Sorgfalt schliefsen . Von letzteren will ich zwei lehrreiche hervorheben . Auf blatt II zeile 24 steht : hwerdar sih dero hiutu hregilo ruomen muotti . Hier befindet sich nun zwischen sih und dero oberhalb der linie ein wagerechter strich mit einem punkt darüber ( ~ ) , und ebenso zwischen hiutu und hregilo . Dies soll natürlich andeuten , dafs hiutu zwischen sih und dero stehen soll , und dafs dies so sein mufs , lehrt uns das metrum und die wendige wortfolge . Eine zweite Verbesserung lehrt uns , dafs der Schreiber die Wörter auch nicht sinnlos trennte , oder zusammenzog . Ich kann hier dem diplomatischen abdruck in Müllenhoffs sprachproben den Vorwurf nicht ersparen , dafs er bei den trennungen und zusammenrückungen der buch - staben ziemlich willkührlich verfahren ist . Meine suchungen , namentlich die messungen der zwischenstände , haben mich dahin geführt , dafs nirgend die zusammengehörigen buchstaben ungebührlich getrennt und umgekehrt nicht sammengehörige vereint sind . Im einzelnen dies nachzuweisen , würde hier zu weit führen . Wenn wir von dem nicht ganz aufgeklärten unmettirri , das wohl doch in unmet tirri zu trennen ist , absehen , so hat unser Schreiber nur einmal die Wörter wirklich sinnlos getrennt , nämlich zeile 10 , ik mideo drewet . Hier hat er aber korrigiert , denn über der zeile steht zwischen e und o ein schräger strich , der doch wohl andeuten soll , dafs o zu dre gehört . Einen unterschied übrigens in den Worttrennungen bei dem angeblichen ersten und zweiten Schreiber zu konstatieren , was Schroeder a . a . o . thut , ist mir nicht gelungen . Als dritter beweis für eine wisse Sorgfalt des Schreibers könnten nun noch folgende mutungen gelten , falls sie eine berechtigung für sich in sprach nehmen dürfen . Es sind in unserm gedichte verschiedene

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