Die altgermanische hundertschaft .
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tischen kriegführung , das ihnen bei ihren beständigen zu - sammenstöfsen mit den Kelten besonders furchtbar wurde , ihren einfacheren Verhältnissen gemäfs in der parabatenreiterei nachgebildet . Die enge berührung zwischen der keltischen wagentruppe und der germanischen mischtruppe wird am augenscheinlichsten , wenn man die unterschiede des keltischen wagenkampfes von dem orientalischen und homerischen ins auge fafst . Hier steht der wagenlenker dem parabaten , der wie die gefährlichere so auch die vornehmere Stellung von beiden einnimmt , als diener gegenüber , bei den Kelten aber ist es nach dem zeugnis des gerade hierüber authentisch — aus dem munde seines Schwiegervaters — unterrichteten Tacitus umgekehrt : honestior auriga , clientes propugnant1 ) . Ganz so ist es bei den Germanen : der vornehme reiter erhält nach eigener wähl und im wesentlichen zu seiner deckung ( suae salutis causa bei Cäsar B . G . 1 , 48 ! ) einen fufsgänger als parabaten überwiesen . Aber auch die weise des keltischen wagenkampfes , wie sie Cäsar ( B . G . 4 , 33 . 5 , 16 ) anschaulich beschreibt , weicht doch von der uns aus Homer bekannten orientalisch - griechischen art merklich ab , zeigt dagegen die allergröfste Übereinstimmung mit der gemischten fechtweise der Germanen ; man vergleiche Cäsars Schilderung der letzteren ( s . oben s . 7 f . ) mit seiner Schilderung des britischen kampfes B . G . 4 , 33 : Genus hoc est ex essedis pugnae . Primo per omnes partes perequiiant et tela coniciunt atque ipso terrore equorum et strepitìi rotarum or dines plerumque perturbant , et cum se inter equitum turmas insinuaverunt , ex essedis desiliunt et pedïbus proeliantur . Aurigae interim ex proelio excedunt atque ita currus collorant , ut si Uli a multitudine hostium
l ) Tac . Agrie , e . 12 . — Diesem zeugnis gegénüber kann die mel - dung Diodors 5 , 29 , dafs die Gallier „ sich aus den unbemittelten freie diener gegen sold aussuchten , die ihnen als wagenlenker und träger in der Schlacht dienten " , nur als unpassende Übertragung rischer Verhältnisse auf die andersgearteten gallischen betrachtet werden .

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