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Eichard Bethge .
Ordnung den Germanen gegenüber aufstellte — „ sein heer im lager zurück , lieferte jedoch täglich reitertreffen . Die kampfesart , auf die sich die Germanen eingeübt hatten , war folgende . Es waren 6000 reiter und ebenso viele besonders behende und tapfere fufs - gänger , von denen sich jeder reiter seinen mann zu seiner sönlichen deckung aus der ganzen heeresmasse ausgewählt hatte . Sie gingen mit den reitera zusammen vor ; auf sie zogen sich die reiter zurück ; sie traten geschlossen vor , wenn der kämpf ernster wurde ; war der reiter schwer verwandet und stürzte vom pferde , so bildeten sie einen kreis um ihn . Galt es weiter vorzurücken oder etwas eilig zurückzuweichen , so war ihre durch iibung erworbene Schnelligkeit so grofs , dafs sie , sich leichthin an den mähnen der pferde haltend , gleichen schritt mit ihnen hielten . " Besonders heben wir die nicht immer beachtete angabe hervor , dafs die elitefufsgänger von den reitera selbst aus der gesamtmasse des heeres ausgewählt worden ; als selbstverständlich betrachten wir es dabei , dafs jeder reiter sich seinen begleiter aus dem aufgebot des gaues , dem er selbst angehörte , auszusuchen hatte . Denn , wie uns Tacitus ( Germ . c . 6 ) meldet , stellte jeder gau eine abteilung , und zwar von hundert mann , zur kombinierten truppe : in universum aestimanti plus penes peditem roboris ; eoque mixti proeliantur apta et congruente ad equestrem pugnam velocitate peditum , quos ex omni iuventute delectos ante aciem locant . de - fínitur et numerus : centoni ex singulis pagis sunt , idque ipsum inter suos vocantur , et quod primo numerus fuit , iam nomen et honor est . Hundert mann stark also ist die zur elitetruppe gestellte abteilung jedes gaues ; denn nur dies , man mag sagen was man will , kann der sinn der vielbesprochenen worte „ centoni ex singulis pagis sunt , idque ipsum inter suos vocantur " sein . Gegen die auffassung J . Grimms1 ) und anderer , dafs nur die mit den reitera kombinierten fussgänger „
' ) Geschichte der deutschen spräche s . 491 ( 2 . aufl . s . 343 ) .

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