VIII . Anhang
Die Rektoren der Universität 1665—1955
Über die Geschichte des Rektorats hat Richard Weyl sen . im Archiv für Kulturgeschichte 14 , 1919 , 236—260 ( Ein Vierteljahrtausend Kieler Gelehrtenleben . V ) auf Grund eigener Forschungen unter mannigfachen Gesichtspunkten grundlegend gehandelt . Bis zum Jahre 1915 beruhen die folgende Liste und alle Angaben ganz auf seiner Darstellung .
Nach den Statuta universalia academiae , Titel De academiae Pro Rectore § 2 , wurde vom semester 1665 / 66 bis zum Wintersemester 1804 / 05 der Prorektor ( der Titel Rector Magnificentissimus war dem Landesherrn vorbehalten ) für jeweils ein Semester gewählt . Den Turnus der Fakultäten , aus denen der Prorektor zu wählen war , legten die Statuta ( § 2 ) mit Theol . , Jur . , Med . , Phil . Fakultät fest , doch waren nach § 3 Abweichungen vom Turnus erlaubt .
Der Amtsantritt der Prorektoren erfolgte nach den Statuten zunächst jeweils am 5 . April und 5 . Oktober , bis er durch Reskript vom 5 . Jan . 1798 auf den 5 . März und 5 . September festgesetzt wurde . Dementsprechend gibt bis 1804 / 05 eine gebrochene Jahreszahl das Wintersemester ( WS ) , eine fache das Sommersemester ( SS ) an . Der Turnus ist in dieser ersten Periode im wesentlichen eingehalten worden ; auf Abweichungen weist ein Stern ( * ) bei der laufenden Nummer hin .
Durch Reskript vom 8 . März 1805 wurde die einjährige Amtszeit eingeführt ; von da an bezeichnet also eine gebrochene Zahl ein Rektoratsj a h r . Nach dem Verzicht des Landesherrn auf den Titel des Rektors ( Resolution vom 26 . Aug . 1808 ) führte der gewählte Leiter der akademischen Verwaltung nunmehr diesen Titel .
Die wirklich freie Wahl wurde schließlich durch Reskript vom 16 . Juli 1839 eingeführt , nach dem die Reihenfolge der Fakultäten nicht mehr bindend sein sollte . War schon zwischen 1805 und 1839 / 40 der Turnus erheblich gestört , so kann nach seiner offiziellen Aufhebung nur noch sehr bedingt von gewissen Regelmäßigkeiten gesprochen werden . Mit Beginn des jährlichen Rektorats ist daher Turnus bzw . Abweichung davon nicht mehr gekennzeichnet .
Für die laufende Nummer ist die Wahl maßgebend ; nicht neu gewählte Vertreter erhalten also , z . T . abweichend von Weyl und dem Universitätsalbum ( durch Anm . bezeichnet ) , keine eigene Nummer . Es erscheinen Namen und Zahl der gewählten Rektoren ohne Rücksicht auf die tatsächliche Führung der Geschäfte .
Die Zahl hinter dem Namen gibt gegebenenfalls an , zum wievielten Male der Betreffende in Kiel das Rektorat bekleidete .
i . Periode
I .
1665 / 66
P . Musäus
( Theol . )
16 .
1673
C . Gramm1 )
( Phil . )
2 .
1666
E . Mauritius
( Jur . )
'7 -
1673 / 74
Chr . Kortholt 2 .
( Theol . )
3 -
1666 / 67
K . March
( Med . )
18 .
1674
N . Martini
( Jur . )
4 -
1667
M . Wasmuth
( Phil . )
19 -
1674 / 75
J . N . Pechlin
( Med . )
5 -
1667 / 68
Chr . Kortholt
( Theol . )
20 .
1675
G . E . Heldberg
( Phil . )
6 .
1668
H . Michaelis
( Jur . )


7 -
1668 / 69
J . D . Major
( Med . )
21 .
1675 / 76
M . Wasmuth 2 .
( Theol . )
8 .
1669
D . G . Morhof
( Phil . )
22 .
1676
B . Schultze
( Jur . )
9 -
1669 / 70
P . Sperling
( Theol . )
23 -
1676 / 77
J . D . Major 3 .
( Med . )
10 .
1670
S . Rachel
( Jur . )
24 .
1677
D . G . Morhof 2 .
( Phil . )




25 -
1677 / 78
Chr . Franck
( Theol . )
Ii .
1670 / 71
K . March 2 .
( Med . )
26 .
1678
N . Martini 2 .
( Jur . )
12 .
1671
S . Reyher
( Phil . )
27 .
1678 / 79
J . N . Pechlin 2 .
( Med . )
13 -
1671 / 72
P . Musäus 2
( Theol . )
28 .
1679
S . Reyher 2 .
( Phil . )
14 .
1672
M . v . Wedderkopp
( Jur . )
29 -
1679 / 80
Chr . Kortholt 3 .
( Theol . )
15 -
1672 / 73
J . D . Major 2 .
( Med . )
3° -
1680
B . Schultze 2 .
( Jur . )
1 ) Gramm starb am 21 . Sept . 1673 , für ihn trat der Viceprorektor Major ein .

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