Veweiß , daß wir unglücksclig sind . 47
in der wahren Religion die Mittel dieser er - wünschten Wohlsarth , und also die Gründe dersilbeu sind . ( § . 28 . Z2 . ) Fallen also diese Gründe weg , haben wir beyden kein Genüg - geleistet ; so müssen wir unglückselig scyii . Eines kan mir dem andern bewiesen werden . Man kan schliessen : wir haben dem Gesetze der Natur nicht vollkommen Genüge gethan : lich sind wir unglückselig , nach der Natur be» trachtet . Und man kan wieder schliefst» : wir sind unglückselig : derowcgen haben wir die Ge - setze der Natur nicht völlig beobachtet . Die - se beyde» Sachen sind so genau mit einander verbunden , daß sie unmöglich gelrennct wer - den können . Es ist aber unnölhiz , den Be - weiß hiervon weitlänffig zu führen , da er schon in denen kürtzern Abhandlungen des Rechtes der Natur zu finden ist .
Vielleicht verfällt man hier auf den Ein> wiirff - kan es nicht seyn , daß wir weder glück» selig noch ungliicffrliq , sondern in einem Mit» te ! >Znstande sind ? war aber dieses , wie fönte geschlossen werben : ein Mensch ist nicht glück - selig , folglich ist er unglückselig ? Wir ant> worten : diesrc kan wol bey Creatnren ge - dacht werden , die gar keiner Glückseligkeit und llnglückselizleit fädig sind . Cörper und imoerni'inffligc Zhiere sind wegen Mangel »ei Verstandes und Willens dahin ju rechnen . Aber Eeschöpste , die einer Glückseligkeit sä» hiß find , müssen entweder glückselig oder«» - glückselig seyn . Selbsi der Mittel - Zustandj welchen man sich gedeiicker , ist eine Art der Ungli'ickscligieii , ob »gleich derimlerstc Grad der -

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