115 Der Dritte Abschnitt ,
Freuden verlassen ? wird er nicht wünschen ; daß es doch das Geschicke bestimmet hatte , mich bey meinem Vergnügen zu lassen ! was heißt aber das anders als die Unzufriedenheit verra - then ? Uebcl bleiben Hebel , und beunruhigen uns , es mag sie das Geschick bestimmet haben , oder nicht . Eben so ungegründet dieser erstere Trost - Grund war , so wenig halt auch der andere Stich ; wenn man nemlich meynet , es foltert bey der Auflösung unseres Cörpers alle Leiden und Unglückseliger zugleich aufgelöset werden . Man setzet sich nach demselben in ein Land der Zufriedenheit und Freyheit , ohne zu wissen , wie und wodurch man hingelangen will . Man sie - het das Leben auf dieser Erde als eine Gefan - genschafft an , da wir unsern Cörper zum fängnisse und ransend Peiniger in und ausser uns haben : und man verglsset darbey , daß eben die Ursachen , welche uns dieses Leben zu einem be - trübten Kercker machen , eben nach dem Tode da sind , wrnn wir uns natürlicher Weise ten . Es ist schon erinnert worden , daß der gende Zustand eines endlichen Dinges , und al - so auch des Leibes und der Seele , seinen Grund in dem vorhergehenden habe . Ist also unser Zustand in dieser Sterblichkeit so verderbet ; ( § . 62 . ) wie können wir denn nach dem Tode gleich eine vollkommen reine , verstandige , hei . lige Seele gewarten ? Nein ! eben die Neigun« gen , die uns hier geangstiget haben , würden uns natürlicher Wrise vielmehr nach dem Tode auch - C - peini -

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