Full text: Actenstücke und Rechtliche Gutachten in Sachen der Städelschen Intestat-Erben gegen die Administration des Städelschen Kunst-Instituts zu Frankfurt am Main. Testamentsanfechtung betreffend

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»Fleiß und gute Aufführung sich cincr weitern Unterstützung " würdig gemacht haben , durch andere Meister in der historischen und " Landschaftsmalerei , im Kupferstechen in allen Manieren , in der reinen und ange - " wandten Mathematik , ganz besonders aber in der Baukunst und denen in das " Kunstfach einschlagenden Wissenschaften unentgeltlich un terrichtet werden , »und die nöthigeUnterstützung in Frankfurt , auch wohl nach befinden - «den Uniständen und der sich bei einem oder dem andern Individuum zeigenden " eminenten Fähigkeiten und guten Aufführung in der Fremde , — um sich zu " Nützlichen und brauchbaren Bürgern un d Künstlern zubilden , —aus «diesem meinem Kunstinstitut erhalten sollen . " 
Im § . 4 . ernennt der Testator fünf seiner Freunde zu Vorstehern und Ad - ministratoren seines von ihm gestifteten und zum Universalerben eingesetzte» Stä - delschen Kunstinstituts , und zu Vollziehern seiner letzte» Willensordnungen . Diese Männer sollen sogleich nach seinem Tode bei dem Schaffen - und AppellationS - Ge - richte auf diese seine Stiftungs - Urkunde in Eidcöpsiichten genommen werden ; sollen aber für ihre freiwillig übernommene Verwaltung auf keinerlei Weise verantwvrt - lich gemacht werden . Sic sollen sammt oder sonders als die Repräsentanten des von ihm zum Universal - Erben eingesetzten Städtischen KunstinstitntS um die weisung in den Besitz seiner Vcrlassenschast bei der Behörde nachsuchen , und nach - dem diese erfolgt feyn wird , als ernannte T^stamentS - Vollzieher die von ihm ge - machten Partieular - Vermächtnisse vorschriftsmäßig aus der Verlasseufchasts - Masse berichtigen . Bei dem Abgange eineS oder des andern der Adnüm'straroren ergän - zen dieselben sich durch freie Wahl mit cincr würdigen Person aus der Frankfur - ter Bürgerschaft , und wenn die Stimmen getheilt wäre» , durch daS LooS . — Im § . 3 . wird den Administratoren die Verwaltung unbeschränkt überlassen , jedoch werden im § . 5 . einige speeielle Normen aufgestellt . — Im § . 8 . werden , so viel die jährlichen Einnahmen und Ausgaben , die deSfalls zu führende , ordentliche Buch - halterei ie . belangt , zu beständigen Stiftungs - Rechnungs - Revisoren ernannt : 1 ) der zeitige Stadlschultheis , 2 ) der jedesmalige Syndicus priroarius , 3 ) der zeitige Senior des Bürger - Ausschusses und 41 zwey von letzter» , aus seiner Mitte zu wählende deS Rechnungswesens verständige Mitglieder . 
DaS Testament , an dessen Schluß die Codicillar - Claufel angehängt ist , ist vom Testator eigenhändig vor dem Notar und sieben besonders requirirten Testa - 
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