Full text: Actenstücke und Rechtliche Gutachten in Sachen der Städelschen Intestat-Erben gegen die Administration des Städelschen Kunst-Instituts zu Frankfurt am Main. Testamentsanfechtung betreffend

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IV . 
Ansichten 
den Rcchtsbefrand der Städelschen Stiftung , — wie solche in den Ent - scheidungsgründeu zu einem >» xossessorio ergangenen , von der Jenaer Juristen - Faculrär abgefaßten Urtheil Hochpreisl . Appellations - Gerichts der freycn Sradr Frankfurt vom 7 . May 1321 , enthalten sind . 
( Js hat der verstorbene Bürger und Handelsmann Johann Friedrich Siädel , in seinem in Frage stehenden Testamente vom IS . März 1815 
Ü3 der Appellat . Act . , insbesondere in dessen Z . 1 . und 2 . Folgendes verordnet ! 
Er hat vorerst in dem ersten Absätze des Z . 1 . das Kunstinstitut mir den Worten : Meine Sammlung von Gemälden . . . soll die Grund - läge eines Instituts sey» , welches hiermit zum Besten dasiger Stadt und Bürgerschaft von ihm gestiftet werde . Er hat das Vor - haben der Stiftung eines solchen Kunstinstituts bereits einige Jahre vorher dem damaligen Fürst Primas des Rheinbundes und GroMerzvgm von Frankfurt , Carl , umständlich und mir den wesentlichen , nachher im gedachten Testamente wiederholten Punkten vorgelegt , und zur Vollziehung dieses Vorhabens um die dazu nöthige Genehmigung des Großherzogs gebeten . Dabey hat er stch zwar auf den Art . 910 des , damals in Frankfurt geltenden Coder Napoleon bezogen ; dieser Ge - nehmigung hat er aber auch schon nach allgemeinen , auch in den deutschen Staa - ten anwendbaren , staatsrechtlichen Prinzipien bedurft , um dieses zu stiftende Kunst - institut , weil eS zum allgemeinen Besten der dasigen Stadt und Bürgerschaft 
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