Full text: Actenstücke und Rechtliche Gutachten in Sachen der Städelschen Intestat-Erben gegen die Administration des Städelschen Kunst-Instituts zu Frankfurt am Main. Testamentsanfechtung betreffend

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III . 
Ansichten 
übcr 
de» Rechtsbestand dcr Städelschen Stiftung , — wie solche in den Ent - scheidmigsgründen zn einem i» xo^cssorio ergangenen , von der Lands - hurcr Jnristenfaculrät abgefaßten Urtheil Hochprcißl . AppellatiWsgerichls dcr freyc» Sradr Frankstirl vom 16 . Dcc . 1818 enthalte» sind . 
. . . . . Allein 2 ) es läßt sich gar nicht einmal beweisen , daß die Erbes - einsetzung des Städelschen Kunstinstituts ungültig geschehen sei ) . Es ist zu bekla - gen , daß dcr Anwald dcr Appellanten die wahre Beschaffenheit des Städelschen Kunstinstitutö so sehr herabgewürdigt , und daß überhaupt so viele zur Sache gar nicht gehörige AnstchtSpunkte hereingezogen worden sind . 
Das Städelsche Testament von 1815 . enthält 1 ) die Gründung eines für die Vaterstadt Frankfurt nützlichen Instituts , in welchem hauptsächlich die Erzie - hung junger Künstler und anderer , die sich den Bauprosesstonen widmen wollen , und zwar durch unentgeltlichen Unterricht , und sogar Unterstützung auf Reisen be - absichtiget ist , 2 ) soll nach dem Testamente zur Belebung deS Kunstsinnes und daher zur Beförderung aller wohlthätigen aus einem geläuterten Kunstsinne resnl - Menden Folgen eine zweckmäßig einzurichtende Kunstsammlung zur Benutzung für Künstler , und zur Bildung für jeden Kunstliebhaber gegründet werden , 3 ) soll das Institut mit seinen KunstschäKe» , und den zur Bestreitung der Ausgaben nö - thigen Fonds unter eine eigene abgesonderte Verwaltung gestellt werden , ohne daß jedoch das Institut der Bürgerschaft entzogen werden soll , wie § . 8 . des Testa - mentS deutlich ergiebt . Die Einsetzung einer solchen Anstalt aber ist in keiner Hinsicht , als unzulässig zu betrachten . 
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