Full text: Actenstücke und Rechtliche Gutachten in Sachen der Städelschen Intestat-Erben gegen die Administration des Städelschen Kunst-Instituts zu Frankfurt am Main. Testamentsanfechtung betreffend

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des Erwerbs aus einem letzten Willen , sondern nur auf die Bedingungen der gültigen Errichtung eines letzten Willens . Aus diesem Grunde heißt es in L . ult . D . de reg . Caton . ( 34 . 7 . ) % 
»Regula Catoniana ad novas leges non pertinet . « in a . W . die Catonianische Regel bezieht sich nicht auf die Lex Papia Poppaea und die lex Junia Korbana . Diese Gesetze entscheiden nämlich allein über das caperc posse . 
Haruier de regula Catoniana § . 11 . 
Müller a . a . O . 
Zweiter Abschnitt . 
Auf jeden Fall ist die gedachte Crbeinsetzung auö dem Grunde rechtsgültig , weil daS Städelsche Kunst - Institut unterm 11 , 3tes vember 1811 durch ein Dekret des damaligen Souveräns , des GroßherzogS von Frankfurt bestätigt worden ist . 
§ . 12 . 
Der Erblasser hatte , wie er selbst in , Eingänge seines letzten Testaments sagt , seit langem de» Entschluß gefaßt , sein Vermögen ( nach Abzug gewisser Legate ) der Stiftung eines Kunst - Instituts zum Besten der Stadt Frankfurt und deren Bür - gerschaft zu widmen . In diesem Sinne errichtete er schon am 26 . Januar 1793 sein Testament . Nachdem aber die Stadt Frankfurt unter die Souveränetät des GroßherzogS von Frankfurt gekommen und der Code Napoleon bort eingeführt war , übergab er dem Großherzog eine Vorstellung , deren Inhalt in dem darauf erlassenen großherzoglichen Deeret vom 21 . November 1811 folgendermaßen ange - geben wird : »er fey entschlossen , seine Sammlung von Malereien , Kupferstichen und andern Kunstsachen einem zum Besten der Stadt Frankfurt und Bürgerschaft durch letzten Willen zu stiftenden , den Namen «StädelscheS Kunst - Institut« führenden , eigenen und für sich bestehenden Institute zu vermachen , diesem Institute zu seiner Einrichtung , Erhaltung und sueeesstven Vergrößerung einen ansehnlichen Theil sei - nes Vermögens zuzuwenden , zu deS Instituts Verwaltung besondere Administrato - ren zu bestellen , welche bei dem Abgange ein oder deS andern durch Tod oder Ent - sagung sich selbst durch freie Wahl zu ersetzen , auch Jährlich einer von ihm anzu - ordnenden Oberaufsicht Rechnung abzulegen , sonst aber in Verwaltung , Erhaltung ,
	        

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