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Zuhörern eröffnete . Mit der Studentenzahl stieg auch der Besuch des Privatkollegs : in den Jahren 1909—11 waren es regelmäßig über 200 , worauf dann die Zahl wieder auf 150 zurückging , teils weil zwei neue Privatdozenten eingetreten waren , teils , weil nach langem Kampfe eine unphilosophische Partei es durchgesetzt hat . daß die Philosophie im Doktorexamen nicht mehr obligatorisch ist .
Der erste Winter in Kiel brachte , wie zu erwarten war . zahlreiche Einladungen , welche wir durch zwei große Gesell - schasten erwiderten , zur großen Befriedigung meiner Frau , die sich bei den Arrangements sehr geschickt und sachkundig zeigte . In Berlin waren wir in den Weihnachtsferien Gäste meines Schwagers Franz und faßten zurückgekehrt den Plan , die schönen , langen Osterferien zu einer Reise nach Palästina zu verwenden . Da heutzutage die Landessprache dort das Ära - bische ist , so ging ich mit meiner Frau daran , mit allem Eifer Arabisch zu lernen . Auf unfern täglichen Spazier - gängen wurde , während ein schneidender Ostwind vom Hafen herüberwehte , Tag für Tag das Vulgärarabisch nach dem Büchlein von Wied eingeübt , und zu Hause las ich fleißig in der arabischen Bibel solche Teste , deren Inhalt mir schon bekannt war .
Am 6 . März reisten wir von Kiel nach Berlin , am 7 . nach Prag und am 3 . nach Wien , alles durch tiefen Schnee . Am 10 . früh fuhren wir , während immer noch spärliche Schneeflocken herunterkamen , von Wien nach Budapest , und dann ging es den ganzen Tag scharf nach Süden bis Semlin und über die Save nach Belgrad . Die folgende Nacht fuhren wir in engen serbischen Wagen durch ganz Serbien , ohne irgend etwas davon gesehen zu haben . Es soll ein schönes Land sein , aber niemand kennt es , weil die Hauptzüge beide in der Nacht gehen . Am Morgen des 11 . März langten wir in Nisch cm ; hier war kein Schnee zu be - merken , aber ein schneidender Nordwind wehte , und das Volk am Bahnhof in seinen dünnen türkischen Pluderhosen fror der - maßen , daß es einen selbst frieren konnte . Nun ging es in die Türkei hinein , und der Empfang an der Grenzstation war drollig genug . Ich hatte in bezug auf zollpflichtige Gegenstände ein Ge - wissen von seltener Reinheit , öffnete meinen Koffer dem türkischen

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