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Erziehung und den Unterricht übernommen , als jemals in Grie - chenland Statt gefunden . Und obwohl die Staaten in dieser Be - ziebung noch lange nicht ihrer menschlichen und christlichen Schul - digkeit genug thun , und einzelne selbst meinen , zu ihrer Selbst - erbaltung die Bildung des Volks mehr zurückhalten als fördern zu müssen , andere nach vermeintlicher Sorge für das s . g . wahre Beste des Volks den Unterricht nach einem vorausgesetzten Lebens - beruf modeln , so scheint doch mehr und mehr selbst das Vedürfniß des Staats dahin zu drängen , daß bis zu dem Alter , wo ein be - stimmt« ! Beruf zu wählen ist — eine Eigenthömlichkeit des moder - nen Lebens , die man in Griechenland nicht kannte — Allen eine gleiche Ausbildung zur »Verstandes - Tugend " , wenn nicht gegeben , doch zugänglich gemacht werde . Nimmt man dazu , daß die äuße - ren Güter durch den schnellen Wechsel im Verkehr mehr und mehr eine allgemeine Wohlhabenheit verbreiten , und daß auch für die Güter des Körpers , für Gesundheit und Kraft , in er - freulicher Weise gesorgt wird , so darf man im Ganzen dem jetzigen Europäischen Geschlecht ein günstiges Prognostikou stellen für die Annäherung an jene Glückseligkeit , die auf Erden zu erreichen , und welche in der Thätigkeit des Geistes in Uebereinstimmung mit der höchsten Tugend in einem vollständigen Leben unter der Chorägie körperlicher Kraft und genügender äußerer Güter besteht . Nur eins dürfen die Leiter der menschlichen Gesellschaft nicht vergessen : daß jene Tugend des guten M a n n e s und guten B ü r - g e r s nur gewonnen wird durch das U e b e n d e r f e l - ben , und ohne dieses Ueben gas nicht vorhanden ist Sie besteht im Thun , nicht im Haben . Sie fordert daher , daß möglichst wenig von oben regiert werde , daß vielmehr die Re - gierten so geleitet werden , daß sie in allen Kreisen und Gemein - schaften sich selbst regieren . Die Negierungen preisen meistens die - ses Selfgovernment mit Worten , aber sie handeln dagegen . Mit

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