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des Bundes blieb ein gesonderter Staat , der souverän war für alle Zwecke , die nicht unverträglich waren mit der höheren veränität des Bundes , er behielt feine örtlichen Versammlungen , seine örtlichen Beamte , und ordnete alle ausschließlich örtlichen An - gelegenheiten , ohne irgend welche Einmischung von Seiten der Cen - tralmacht . Auf der andern Seite war es der Souveränität der einzelnen Staaten in keiner Weise gestattet , in die Souveränität der Bundes - Eentralmacht überzugreifen . Der achäische Bund , sagt Kreemann , war nach dem technischen deutschen Ausdruck ein „ desstaat . " Es gab eine achäische Ration mit einer Nationalver - saminlnng , einer Rationalregierung , einem Nationalgericht , dem jeder Achäer ( in Bundessachen ) direct untergeben war . In allem , was den ganzen Bundeskörper und seine Beziehungen zu andern Mächten betraf behielt die Bundesregierung für sich vollständig die böchste Gewalt . Kein einzelner Staat konnte auf eigene Autorität Krieg anfangen oder Frieden schließen , noch Gesandte an fremde Mächte absenden . Die höchste Gewalt des Bundes lag in der veränen Volksversammlung . Dieselbe bestand nicht aus Vertretern der einzelnen Staaten , sondern jeder Bürger jedes Staats konnte an der Versammlung theilnehmen ; aher jeder einzelne Staat hatte in der Versammlung nur Eine Stimme . Regelmäßig fanden zwei Versammlungen in jedem Jahr statt , im Frühling und Herbst , in deren einer die Beamten des Bundes gewählt wurden . Außer - ordentliche Versammlungen in dringende» Fällen .
Der erste Beamte deS Bundes war der Strateg oder Bun - desfeldherr . Für das Kriegswesen stand ihm ein Unterfeldherr und ein Hipparch zur Seite , für die Verwaltung ein Staatsfeeretär «GrammateuSj und ein aus zehn Mitgliedern bestehender Staats - rath . Dies waren die RegieruugSbeamten des Bundes , zwar jedes Zabr neu gewäblt , aber wenn auch in jährlich wechselnden Personen doch immer vorhanden . Damit aber auch der

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