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vertrag seine Hausmacht zu vergrößern . Oder hatte der Vertrag bloß den Lakedämbniern wehren sollen , daß sie keinen hellenischen Staat verhinderten »frei nnd selbstständig in Frieden zu leben " , wäbrend er den Atbenern gestattete , zu ihrem Vortheil das zu thun , was er jenen untersagte ? Die größeren Bundesglieder Chios , Kos , Rhodos , Byzantion konnten das Verfahren Athens nur mit Un - willen sehen , zumal da sich von allen Seiten und selbst in Athen Klagen erhoben über die räuberischen Erpressungen , welche sich die meistens mit Mietbstruppen bemannten Flotten der Athener , beson - derS aus Kosten der Bundesgenossen , erlaubten . Kein Wunder , daß sich schon nach zwanzigjährigem Bestellen des Bundes die erwähn - ten Bundesglieder lossagten . Ob Verhandlungen im Bundes - rath und Einspräche gegen das Verfahren Athens vorbeigegangen , darüber ist uns nichts berichtet . Es ist aber sehr wahrscheinlich , daß Athen zum Behuf der Eroberung von Amphipolis an die größeren Bundesstaaten Forderungen stellte , welche diese nicht als vertragsmäßig anerkannten . Wir sehen Plötzlich eine Flotte und Landungstruppen vor Chios . Der Bundeskrieg ist ausgebrochen und endet »ach drei Jahren mit einem Frieden , der die Haupt - glieder vom Bunde trennt , und den Bund so schwächt , daß er als aufgelößt zu betrachten ist .
Iii ^au ; i'i« , n ; ' , Die Verfassung des achäischen Bundesstaats , ( von 281 bis 146 v . Chr . ) der unter allen hellenische» am längsten be - standen hat , ist uns freilich nicht durch ein so authentisches Doeu - ment überliefert , wie die des zweiten athenifchen , indessen läßt sich dieselbe besonders nach dem PolybioS unschwer in ihren Hauptzügen wiederherstellen . Tie folgende Beschreibung schließt sich an das wähnte Werk von Freeman , der sich etwa so ausspricht :
In der Verfassung des achäischen Bundes erscheint die Form der Bundesverfassung in ihrer reinsten Gestalt : jedes Glied

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