Full text: Denkschrift von dem Jubelfeste welches am ersten Pfingsttage 1826 in Dännemark Schleswig Holstein und Lauenburg wegen der daselbst vor tausend Jahren geschehenen Einführung des Christenthums gefeyert worden ist

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fo müßte cs sich überwältigen lassen von dem Tobten - geruch , in welchen hinein sich der Lebensgeruch mischet ; wofern das Christenthum wäre Menschenwerk , so würde ein jedes spätere Geschlecht seine Hände daran gesetzt und es gemodelt haben , daß es auch nicht mehr die Spur von einem Gotteswerk an sich trüge , bis zur ganzlichen Unkenntlichkeit seines göttlichen Ursprungs . Zwar es leidet allerdings der Menschen Modeln und Mehrmachen , doch immer auf eine Zeit - lang nur , darnach es in Kraft seines Ursprungs sich immer wieder gleichsam als abermals durch Feuer ge - gangen darstellt , glänzender denn zuvor , und als auf - erstehend aus Schwachheit sich beweiset wie verjüngt , so schön und kräftig und herrlich man es zuvor nicht gesehen hat . In welcher Gestalt , meine ich , wir ge - - genwärtig das Christenthum haben . Zwanzig Jahre früher , da hätte das wol keiner gesagt , vom Christen - thum gesagt ; man weiß , wie mit ihm es um die Zeit in unserem Lande stand . Gott sey gedankt , daß nun nicht mehr also , daß bey seinem tausendjährlichen biläum es mit dem Christenthum besser steht . 
III . 
Thut eS das wirklich ? Mit dieser Frage gehn wir über zum dritten Punct , es ist dieser : Uebersehn wir es , daß so viele Christen jetziger Zeit das achte Christenthum verlassen haben , 
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