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der Grund gewesen seyn , zumal wenn ganze Völker das Christenthuin annahmen auf einmal . Unsre Göt - ter verlassen uns ja , hieß es oft , stehen uns nicht mehr bey , so wollen auch wir sie aufgeben ; der Chri - stengott ist mächtiger als Svantevit , Rodegast , Odin , oder wie er hieß , da wollen denn wir diesen Christen - gott annehmen , worüber noch zuweilen das Loos die letzte Entscheidung gab , ob er es seyn sollte , oder ob die alten es bleiben sollten . Das und andre bürger - liche Vortheile , wenn König Harald z . B . eines christ - lichen Kaisers Beystand suchte zur Wiedererlangung seines Throns und die vorgelegte Bedingung Christ zu werden einging ; oder wenn nach dem hübschen weißen Taufkleide , mit welchem man beschenkt wurde , der Sinn stand , davon jemand einmal sagte , er habe es zwanzigmal bekommen , weil er sich hatte zwanzigmal taufen lassen , oder was bey Anderen anderes ihrer Bekehrung zum Grunde lag : übersehen wir das und störe das in der Jubelfreude uns nicht . Sind Unge - bührlichkeiten und selbst Grausamkeiten geschehn , um das Christenthum aufzudringen , dieserhalb standen , die so verfuhren , längst vor ihrem Richter — gleichwie diejenigen , welche nach dem blinden Eifer , von welchen das Evangelium sagt , die unschuldigen wehrlosen Glau - benSboten tödteten — wir wollen nicht richten , über - Haupt nicht , und in so tiefer Vergangenheit , was Jemand vor tausend Iahren gethan hat , gar nicht .

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