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baten , er möchte einen guten Priester zu ihnen schicken , der das bei ihnen verfallene Christenthum wieder auf - richtete . Das war Anno 1125 . " Ziehe mit diesen Mannern , spricht der Bischof zu Vicelin , eS ist ein Ort , welcher günstig liegt , an der Granze zwischen Holstein und Wagrien . " Unverzagt und im trauen auf Gott zog Vicelin mit ihnen . Und von diesem Ort aus , da er ein Kloster bauete , welches ein Missions - Seminar zugleich war , von Neumünster aus wurde langsam freilich , sehr langsam und unter manchmaligem Anschein , daß alles Gewonnene wieder verloren sey , das Christenthum ausgebreitet auch in Wagrien , und unter vielen Drangsalen , welche die Leh - rer leiden mußten . Der Göße Prove in Oldenburg wollte nicht dem wahren Gort weichen , so widerstand der heidnische Obeipriester aufs Aeußerste den zum Bischof in Oldenburg ernannten Vicelin . Derselbe wohnte viel zu Bosau hinter Plön , predigte und taufte daselbst , — wo noch die gegenwartige Kirche die von Vicelin erbauete seyn soll , und wo sich auf dem Kirchhofe noch ein steinernes Fußgestell findet , das bei ) dem damaligen Taufen gedient haben soll . Gegen daS Ende seines Lebens zog Vicelin sich von Bosau nach Neumünster zurück . Dreizig Jahr hatte er in jener Gegend für das Christenthum gearbeitet , und zwar nicht ganz vollendet , aber doch fast vollen - det war die leßte Bekehrung , die Bekehrung der

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