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hoch unter Wasser , ein Haue ging lveg , einige Pen sonen ertranken und fast alles Bich ersof . Zm Dreyländer Kog stand das Wasser so hoch , daß Je«' wand , der , um sein Vieh zu retten , mir dem Pferde durchreiten wollte , bis unter die Arme ine Wasser kam . Zm Graffenkoge wurden eine Schleuse und ein Hauberg ganz weggerissen ; alles Vieh bis auf weniges erkrank und 7 Menschen verloren daS Le , ben . ( Walther p . 281 . u . f . )
Othmarschen ward zwischen 4 und 6 Uhr Morgens von der Fluth überfallen , und der Sturm trieb das Wasser mir einer so unbeschreiblichen Wuth an den Deich , daß die ganze Dithmarstsche Marsch unter Wasser gesetzt wurde . An vielen Stellen kam daS Wasser 7 Fuß hoch zu stehen . Die Trümmer der Häuser , die Mobilien und die Kornhaufen trie ? ben mir einem pfeilgeschwinden Laufe nach den Am höhen der Geest , wo dies AlleS strandete . Einige hundert erblaßte Leichname von ertrunkenen Men« schen kamen nachher auS Dirhmarschen bey dem Km densee an die Wilstermarsch angetrieben , und wur - den darauf zu St . Margarethen in einigen großen Gräbern beysammen beerdiget . Das Geschrei ) der Unglücklichen , welche das Leben geborgen hatten , aber gegenwärtig zum Theil nackt , so wie sie bey vermerkter Ueberschwemmung aus dem Bett gesprun , gen waren , uud von Frost und Nässe fast erstarrer , auf Böden , Dächern und Bäumen saßen und um Hülse riefen , nebst den , auf manchen Häusern we - henden Nothstaggen , machten das Mitleid der an» grenzenden Geestbewohner rege . Ohne Verzug mußte von allen , die dazu fähig waren , Tag und Nacht an Kähnen gearbeitet werden ; und nach und nach wurden viele — theilS wunderbar — gerettet , ans Land gebracht , erquicket und ordeutlich einquartirer . Auf diese Weise wurden über tausend Menschen allein aus der Südermarsch geholt und bepm Leben

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