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schen um« Leben . — Auf Oland stand daS ser vollkommen eine Elle höher , alS in der Fluth 1634 ; doch blieb die Kirche unbeschädigt ; daS Pre , digerhauS ward aber dermaßen übel zugerichtet , daß c6 mit dem Küsterhause auf den Stendern stehen blieb , daher fast Alles , waS sich unten im Hause befand , verloren ging . Die Häuser der meisten Einwohner wurden durchlöchert , eingespült und ver< tvüstct ; auch die Mühle ward niedergeworfen und trieb weg . Doch kam hier kein Mensch umS Lei ben , und nur 2 Kühe ertranken . — Auf allen Hab Itgen liefen die Fehdinge voll salzen WasserS . ( Wal« thrr p . 270 . u . f . )
Auf Föhr stieg daS Wasser 4 Ellen über die ganze Marsch , drang in mehrere ( nahe an der Marsch stehende ) Häuser und erreichte in manchen derseli ben eine Höhe von 2 bis 3 Fuß . Am Osterlandföhr» der Deich entstanden sehr viele schadhafte Stellen und 4 bedeutende Durchbrüche . ( Pr . Ber . 1322 . x . 43 . )
Alle Köge auf Pellworm wurden über , schwemmt ; weil aber die Deiche sich in gutem Stande befanden und die Einbrüche * ) erst zur Ebbezelr geschahen , erreichte daS Wasser in einigen Kögen nur die Höhe von 3 bis 4 Fuß , daher die meisten Einwohner , so mitten im Lande wohnten , erst am Morgen inne wurden , daß ein Einbruch geschehen sey . Diejenigen aber , die auf dem Deiche , oder nicht ferne davon , wohnten , empfanden die Grau» samkeir dieser Fluth wohl . Sonderlich war großes Elend auf den Deichen des Westerloges und des NorderkogeS bey den armen Leuten , als die unge , stümen Wellen auf die Deiche zustürmten und über
* ) Gin Einbruch ist eigentlich , wenn der Deich ganz bis auf Mapseld durchgebrochen wird -

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