Full text: Jahrbuch denkwürdiger Naturereignisse in den Herzogthümern Schleswig und Holstein vom eilften bis zum neunzehnten Jahrhundert (2)

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Monate starben in Itzehoe , Krempe und Wik sier wöchentlich gegen 60 bis 70 Personen . Zn Krempe war kein Hauptprediger ; die beyden vor ; handenen ( Prediger ) starben an der Pest , — ( und eö ward ein eigener Pestprediger bestellt . Rivesell i . p . 572 . ) — Mit dem Nov . nahm die Krankheit schnell ab . Den Lösten Hub man die Reuterposti , rungen auf , und den 31jten Dec . öffnete man die Thore den vor den Schweden Flüchtenden . ( Witt a . a . O . ) ( 11 ) . 
Die Pest grasstrte auch in der Wilstermarsch , doch nahm sie hier nur Wenige hinweg ; ( Cul . p . 29t . ) gleichfalls suchte sie Wedel heim . ( D / lt . Kirchen . N . 2 . p . 255 . ) Hier starb die erste Person daran den lsten Aug . , — eine Ehefrau — und ihr Mann , Kinder und Dienstleure hatten bis auf eine Tochter ein gleiches Schicksal . Eö scheint indeß nicht , daß sie hier sehr um sich gegriffen habe . Erst gegen Win ? ter hörte sie auf . ( Wedel . Nachr . ) 
Nördlich von Rendsburg drohet« die Pest auch in Stapel Holm einzudringen , daher den 42ten Aug . in der Kirche zu Süderstapel zwey Kandidaten zu Pestprediger eingesegnet wurden . Doch kam diese Plage nicht in die Landschaft selbst , sondern nur bis Dünge . ( Bolt . Srapelholm p . 180 . ) Bey Schleswig ward die Schanze , die damals vom Kriege 1628 her daselbst noch vorhanden war , zu einem Pestkirchhofe gemacht , worin doch nicht viele begraben wurden , indem die Pest in Schleswig bald gedämpfet ward . ( Atlas p . 557 . ) ( 12 ) 
( 11 ) D . 8ten Märj 1713 machte man in der Alton . Zeit , bekannt , daß sich in Glüctstadt schon seit eini - gen Monaten keine Seuche mehr habe spüren las - sen . ( Witt . ) 
( 12 ) Doch heißt eS in der LebenSg . deS SchleS . Rekt . Licht in de» fsrtges . Nachr . v . d . Aust . d . Wifs .
	        

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