2
bekannt ist , das Herz . Schleswig vormals eben so gur , als z . B . Seeland , ein Theil von Däne , mark , war .
1077 .
Ein Erdbeben . ( Ann . Esrom . p . 239 . )
1086 .
Mit diesem Jahre fing in Dänemark eine gräu , liche HungerS noth an und wahrte sieben — ( nach andern : neun ) — auf einander folgende , Jahre durch . Denn wahrend dieser ganzen Zeit herrsch - ren im Frühjahre und Sommer Dürre und Hitze dermaßen , daß von der Aussaat auf dem hohen Lande fast nichts hervorkeimte , und das Wenige , was noch aufging , im Laufe des Sommers verdor - rete ; im Herbsie regnete eS aber so übermäßig und anhaltend , daß von dem , waS in niedrigen Gegen» den gewachsen war , wenig trocken eingebracht wer , den konnte , ja diese Gegenden zum Thtil unter Wasser standen und Seen glichen , auf welchen man in Kähnen schiffte , um die , über daö Wasser vorragenden , Kornahren abzuschneiden . Vieles von dem , was eingeerndtet ward , mußte in Oefen ge - trocknet werden , nnd da es überhaupt zum Brodt , backen nicht tauglich war ; so genoß man eS als Brey , ( in pultein ; als Gcmüß , sagt Gebhardt . ) Der grüßte Theil deS Volks ward in dieser Hun , gerönoth hinweggerafft ; die Reichen aber wurden arm , — selbst der König ( OlauS Hunger ) starb in Dürftigkeit , — indem sie nach und nach ihr zes Vermögen verwenden mußten , um von den be» nachbarren Landern Getraide einzuhandeln . Pferde und Hunde wurden geschlachtet und gegessen , wild wachsende Pflanzen ( herbao a^restes ) gesucht und begierig genossen . Zugleich wurhete die Pest unter Menschen und Vieh . Die benachbarten Lander hat -

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.