Full text: Lubeckische Chronick/ Das ist/ Alle vornembste Geschicht vnd Hendel/ so sich in der Kayserlichen ReichsStadt Lubeck/ von zeit jhrer ersten erbawung zugetragen

17 Lubeckischer 
mogmvorderen / wo fit das beyIahr vnd Tag U» Weisung brMgen / dem soll man das gut antworten vnbewordett / vnd geben den Arbeitern redlichen iohn . 
Wer« auchiemand an distm vorgefprochmen Reich oder land / der sich also de« Schiffbrüchigen g , ttvnderwindenwolt / vnddasnit wider gebendem der recht dazu hat / den fol man richten an seim ben nach Recht / vnd das mit keinem gw zn legeren / vnd dem ailchkeingnadzu rhim / ohne vorworc des Clägers / vnd ohne Argelift / vnd geben das gut wider demjenigen / der recht dazu hat . 
Wers auch / daß einig SÄiffAncker / oderThu« westein leg« in der See / oder in dem Hafen von no . «n / das mag er leichten oder leichten lasen / sondern brnch vnd hindernis / zu seinem behus . 
Vnddieweil vorder mehr mögen die vorgeschri . bene Stttt ihr selbst Vögt ftyen vs jhre Festen m Schone vnd zu Falsterboden / vnd wo sie Vögte ha , ben zu Dennmarck - vnd die Vogte mögen richten vber alle die jenigen / die mit den Vögten vfden Ve« Hungen liegen / vnd fort vber alle jhre Bürger vnd jhr Gesinde / sie liegen wo sie liegen / vnd alle fach vnd allebruch zu richten / an fachen vnd bruche / dtenach iubeckiftben Recht an hals vnd haut gehen / vnd an volkommene wunden / d«e nit egsse oder mit art ge« b«chtsind / Eswer / daßwelcheStattgröserbewei . sungmir des Königs brisen zuDennmarchdie sollen das brauchen» 
Vorthin mchr / Mag vfihren Festen ligen mit jhnen / dem sie das gönnen / die mit ihnen zu fuhren vonaltersgelegmhabm / vnd sollen brauchendes aU ttn Rechtens vnd Freyheiten . 
Vort mehr / Soll daSZolle am Dudifchenb'ß an dz Danschtcke Recht man / wiel wen einen schuldige / den soll man schuldigen vor seinen Dudischen Vogt mit se«ner Statt Recht . 
Von mehr / Mögen sie haben vf ihren Festung V1 . Krüge vfiuuker Besten zu mit vnd zu berennen Wem mas man zappen vnd ftqen vfeine Vestung / Vnd bauen ist man nichts schuldig . 
Wer auch / daß einige Veste verbauwet were / daß die Statt beweisen mögte mit brisen / oder mit ihren eltstm Bürger / die vf dastand kommen / das Ge . bcuw soll man abbrechen . Wcre daß man das mit willen nicht abbrechen / sonder Bruch vnd Schel . lung / ihrerVestung bleiben vnd sem in irenStat / als sie ft gewesen seyn / daß sie beweisen mögen mit brisen / oder mit ihren tltesten Bürgem so vf das Land kommen . 
Fort mehr / Mögen sie menniglichen vf ihrer Fe . fiimgverkauffen Wanth vnd iowench / bey lacken oder bey Repen / oderbeyStuuen / sunder Bmch . 
Fort mehr / Mögen sie in den Wantboden fnei« den / Wanch vnd lawenth / bey der elen / vnd ge . ben »on de« Boden / ein Schilling ? gros »nd nicht mehr . 
Fort mehr / Mögen sie denKnockenhawer / vnd die Schuchmacher / vnd die Kremer / Bclyser / vnd allerlepAmptleut / brauchm jhrerVoylinge vild ih« 
Khrontck . 2 t 
res AmptS / vnd geben von einer welyken Bodcn / l . S chilling gros vnd nit mehr . Das ist zu »erste - stehen die vf der Vestung ligen . 
Fort mehr / Mögen die vorgeschriebene Bürger vnd Kausieut monatlichen haben eigene Schuren vnd Ftscderey / dazu Schone / vnd mögen der bai , chen vnd fischen nach ihrem eigenen willen . 
Auch mögen sie monatlichen eigene Wagen ha^ ben / vnd ihres vorwerckes gebrauchen / nach ihrem willen / vnd geben von ein igltchöWagen i . Schrt« ling gros vnd nit mehr . 
Lieweil daß sie da zu Schone wessen willen / vnd wer« das da «nigerWagen vmbstüriztte / vnd schadi thete / den mögen sie mit den Pf . rden bchalien I mit dem gut / so lang daß dem Kausman vor den scha , den gnug geschicht . 
Fort mehr / Wan vnd Wyn das vier - Pferde zi , hen mögen / dafür so ! man gebe e«n Schontsch« Marck den jenizen / die dar geseyr sind odnwerden gesi^t . 
Wer esauch sache / daß erschadendaran thtte / der gebe dz gilt vf vorden : den schade soll er dem Kauf« man wider legm / daS zwey Pferd zchen wogen / daß ein elick vffuhre so er sachtes kan . 
Fort mehr / Mag ein ig'ich Kauffman in vnd aus schiffen / so es bey tage ist . 
Auch mag ein iglicher K«uffman ftin Wehr tragen / wann er vf das lano kompt / oder in sein Herberge / Dergleichen wann er wider zu Schiffe gehet / sonder verbre - imis , Vnd brächte er dar nur das er dar vber seine Waffen trüge / daS soll er bessern mit einr Marck Schottisch . 
Fort mehr / Mag ein iglicher Kaufman schch . fen vber Bon / aus einem Schiff m das ander' / m dem Hafen des vorgenanten Reich vnd lands zir Dmnmarck'ohne verbrechnus . 
Fort mehr / Mögen sie haben eigene Pramer vnd lychteschuien / vnd geben von dem Pramen ein Schonische Marck / vnd von der lyÄtschüten ein halb MarckSchpüisch - Vnd damit mögen sie auS vnd vf schiffen / wann es ihnen eben ist . 
Fort mehr / Soll niemand vor den andern äffe . ren . Daun wer etwas verbricht / der soll das vor sich verbessern . Es soll auch niemand des andern ent« gelten . 
Auch soll kein Knecht seines Herrn Gut vn - terftblagen oder verbüken . 
Forc mehr / Furrh ein Kaufman einig gut zlvi . schen Valsterbode vnd Schone / der gtbr mehr nie als andere . Wann man das furch vfm land vf Wagen / so gibt der Wagen ein ortig Pfenning . 
Vort mehr / Wers fach / daß der Vogt dem Kaufman gut abkauffen wölke / das soll er ihm« abkauffen nit wider seinen willen / anders als das gut dar geng vnd geb ist / vnd soll das wol bezalen . 
Fort mehr / Soll vnser Heurige Marckt nicht eher ausgehen als 8 . tag vor S . Michaelis . 
Auch soll ein iglicher Kausman mit des Kauf . mans Marck / brauch« der wol ohne den das offen . 
barllH
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.