Full text: Lubeckische Chronick/ Das ist/ Alle vornembste Geschicht vnd Hendel/ so sich in der Kayserlichen ReichsStadt Lubeck/ von zeit jhrer ersten erbawung zugetragen

i79 Lubeckscher 
weh» vberm leib / vnd sprachen / Das Haus ist vollWarbergifche Landsknecht Softtrchter ^hr weife / Ich will gem schweigen / vnd muste nitaufstan . Vnd Herr Tmch Greyersm / der Hauplman vf dem Schloß / hatte es vor ein weife / daß er allen morgen vf der Mauren ging / vnd kam an das losammt / da die Knecht inen warm / Hier stincktee nach ^untenVnd Marcus Meyer gimg mit ihm vmb vf der - Maurm . Vnd seineknecht sprachenvndMar . euö / Diealten wciber brennen jrealtedockm in ^uth txm Backhaus . So gehet Marx mit Gey - f ( n . m' erfen / vonSchloßhinab / vnddoer halb hinab kam / vnd wölke seine Bar cke besehen / was die arbeitsleuttheten / faglMarx / Ichhabeetwas vergessmvfdem Schloß / vnd gehet so wider vfdasSchloß / vnd lauft zu den knechten / Her , her / Bruders / vnd nehmen demPforlmer die Schlüssel / vnd liefen do hin vf die mauren in die losammt / da die Dänischen Reuter schiie» fen / vnd namen sie gefangen . Vnd wurd einer todt geschlagm vor dem stalle . So lifm da et * licht Dänische Reuter vf den Thum / vnd len den Thum erhalten / vnd riefmvon dem Thun , zu HernTrut GreyerfmVnder rif wider zu jnmsie sollen den Thum hallmDo ftellete Marcus Meyer feine Büchsmschü - tzen eine halbe schlänge zu dem Thurn / vnd sie Hilten den hord vf / vnd beHilten frid . Do kam Herr Truth wider vor die Pforte des Schlof - ses / vnd braucheteviel work . Do sprach einer von Marxen gesellen / Sall Ickemc dor dat lif ftheten / dho secht he nen / sonder dm andern der bey jhm stehet / vnd er schoß ihn durch das thor zu tod . Do lif Herr Truth den berg hinab vor dem Schloß / vnd nimbt dar einWagm Pferd aus dem stall / vnd renl damit davon . Vnd Marcus nam da alle Knecht gefangen / die vf dem Schloß waren / vnd jhrewehr / vnd derte das haus . Vnd da war fast viel guts vf . So welete die knecht Marxen zu einem Haupt - man vfdemSchloß / vn gaben jhm das Haus / vndgefchütz / vnd Harnisch / vnd'pferd / die da waren / vnd schiffe . Das ander partedm vnd theileten die Knechte / vnd stelletensich vnder andern die büchfm vnder den Händen hinweg . Den Büchsenmeister liefen sie hangen Gut brachten sie vmb . Do liß jhm Herr Murr die Baurm hulden . Do kam Haupkman Pelß aus Iuttland von des Königs w . - gen / vnd wolte die Stadt innnemen / vnd kämm wol ein Geschütz oder vier mit pfcrden vnd mit Knechten in Warburgischen Hafen . Vnd die andern wurden erschpehet durch einen fi - scher / daß sie wider zu rück lifen / nlichezu $aU rkenburg . Vnd kämm da so vo» / nach Schon« Styden - 
Damach belegert derSchwede dieSladt . Vnd Tmth Greyerfm vnd etliche wurden »anHioni - « / eimr gegm dm andern . Etliche 
ßhrontck ' 
von seinen dienern blieben bey Marx Meyern . ' Darnach / da die Stadt vfgebm ward / legten sie sich vf einen berg weit vom Schloß / daß man sie nit sehm kunte / vnd hiltm vil Schar - mützel Do kamen die Engelschen Herrn vf das Haus / vnd begütttm die Knecht / daß sie Herrn Marxm sollen gehorsam seyn Vnd war dar gut gnug zu essen vnd zu trincken / wein vnd bier . 
Damach schicktte Herr Meyer / nach seinen Bruder Gert Meyern / naher Lübeck mit z . SchiffenDer soltemtsctzung thun . So krige er kein antwort nach seinem willm So lag ein Schifvor der Wißmar / vnd krigte da gesell len vf / vnd wachet vf dieBarckefarth / vnd nimbt Jacob Franse / vnd Peter Hellender / bringet gros gut vf das haus Warberge / als melvnd malts / biervnd allerleywahr / als man zuBargmpflegt zu schiffen - Darnachkam der Konig in Dennmarck / vnd belegte das haus Warberg / zu wasser vnd zu tand / vnd schössen die Maurm darnieder . Vnd die Knecht hatttn nit viel bezalung krigt in an - derthalb jähr / daß sie vnwillig warm / das Schloß zu erhaltm . Do schnb »nieder Haupt - man pelßsie sollen mit gesundem leib vnd be - haltmm gutabzihm / fo sie dasSchloß wolten vfgeben . Es Helte sonst manchm man gekost / wenn sie alle eins sinsgewefm weren vf dem Schloß / eher sie das einbekomen hettm . Da jhn die zusage geschähe / vnd Herr Marx sähe / daß er frey solte vor dmKonig kommen / zogen die Knecht ab . Mancher der andern Knecht nam Her Truth Greyersm / vnd lise dieTrum - mm vmbschlagm / Wer was helle von dem Warburgischen Gut von dem Schloß / der solte es bringen Vnd die knechle / die das haus hellen ingmommm / die worden in Fessel ge - schlaqen . Do hülfen die andern knecht etlichen loß / So möchten da wol von komm feyn alzu« mal . Do wurden die Bürger / vnd die knechte / die das haus eingenoMm hatten / die darnach waren / die wurven alle gerichtet / die rath vnd lhal dazu gebm hatten . Vnd Marcus Meyer kam wider gen Helschenburg mit sei - ner paßborten / die er hatte . Aber Melchior Ransaw vnd HerrTucke Krabbe / ond etliche ' mehr / woltm jhn vor den Konig nicht stellm . 
Aber er wüste mehr / das der Konig nit solle zu wissen krigm . Do brachlm sie jhn zu Hel - schenow / vnd peinigten jhn / er solte viel beken - nm / vnd namm jhn / vnd lisen jhm den Kopf abhauwen / vnd in vier theilen vfs rad le - ä { fc# . gen Vnd den Pfaffen / der mit jhm war / der das Schloß half einnehmm / der ward lebmdig ververdelt / vnd der Fenderich mk - Haupt / vnd da bey gesteckt vf ein Stan , gen . Vnd darnach ward Gert Meyer , sein Bruder I los gezelt von dm Reuttern pnv Knechten , vnd crbott sich , So die
	        

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