Full text: Lubeckische Chronick/ Das ist/ Alle vornembste Geschicht vnd Hendel/ so sich in der Kayserlichen ReichsStadt Lubeck/ von zeit jhrer ersten erbawung zugetragen

107 Lubeckifther ßhrottick iq8 
beck vnd die andern deutsche Seesiette zu man dann auch «ckgrosser Mühe messen 
verderbm Vnd solches hat d« Holendem musie . 
vnd denFuckemwolgefallen - DannderKo - Zur selbe» zeitwaren die Ditmarschen £»• ; 
mg wolte denselben zu Coppmhage« grosse auch in Rüstung . Dann dieweil ee dem Ko - - 
Privilegien vnd Freyheit verschreiben , des - nig nicht wol gerathen war mik dm Schwe - 
gleichen auch dm Reussen . Aberweil der dm / befürchtetm sie sich / der Konig mochte 
Konig manchcrley ding zu gleich hat vorge - ihr 4and befeden vnd innemm wollen . Als 
kommen / vnd sonderlichen die Fede gegen dann auch der Konig im sin» hat / so es jhme 
Schwederich / ist difer vorfatz von der Nider> hette mögen glücken . lag der Kaufmanschaft zu Coppmhage» I Anno M . D . X VI II . vor Simonis 
verblieben vnd nit fortgangen . Mansagt , vnd luä^ , schickete Konig Christiern sein 
vfdis pas / do die Fuckerfolten König Chri - Bottschaft in - Lübeck / vnd begerte von dem 
siierngeschenckt habm / soviel silbers , silbern Rath vnd Bürgern , daß sie sich zweyAahr 
Vaß vnd Teller / vnd ein hel Cu ntör mit at - lang woltenSchweden Reichs enthalten / vnd 
t«n solchem geschmeid / waseimKonigzueh - jhnen nichts ab oder zu führen . Dises wolle 
nn behuf halte . er alwegen in Maden widerumb erkennen . 
Es wurden hirufdie Wendifche Stett ver - 
. ^ , . . fchriben / vnd als sie zu Lübeck bey einander 
Von der Veyde Kontg Chri - kommm / haben sie sich gegen des Königs 
ftierni gegen die Schwede» . Sendboden hoch beelagt / daß Konig Chri - > 
stern die zugesagte vnd versigeltm Priuile - 
In disem Iahr hat Konig Christiern erst - gien nit hilte / vnd auch die Stett allenthalben 
( ich angefangen zu feden wider die Schwe - beschedigte . Vnd sonderlich haben die von 
widcr dm / aus der vrsach / wie zuuor angezogen ist / Lübeck beelagt / daß ihnen 4 . Schiffweren ge - 
Schwe - vnd hat begert von denen von Lübeck / daß sie nommen / desgleichen auch den Sundifchm / 
sich der Schweden enchalten solten . Vnd Derhalben were es den Stetten beschwerlich , 
dieweil in Schwedm etliche inwendige vnei - sich mit jkren schaden derSchweden lenger zu 
mgkeit war / hat Chnstiem etliche Schiffmit enthalten / dieweil sie allbereitm zweyen Iah - 
Ilidttschen Baum vnd - landtoknechten in renmtviel vortheils vnd Hansels m <Schw» - 
Schwedm geschickt / zu entsetzen das Schloß den gehapt hetten / Aber sie wölken dennoch / 
Stecke / dar der Ertzbischoff vf war . Vnd dem Konig zu wolgefallen / biß vf die zuLom - 
als die Schiffe sich nach dem Holm gemacht mende Pfingsten sich Schwedcnreichs ent< 
haben / ist Herr Stein Ludernaror . m der haltm . Darnach hat sich König Chrisiiem 
Rüstung gewesen / vnd wider die Danen die mit aller macht gerüst / vnd ist in Schwede» 
vberhand behaltm . Darnach hat Konig zu 4and kommm am tag Petri vnd Pauli . 
Christiern sein Ausleger in der See gehapt / Aber nach dem des KonigsVolck anVietua , 
das sie vf die Schweden nemm sotten . Vnd tien gebrech hette / ist zwischm dem Konig 
ist dadurch manchem aus den andern Stettm vnd He ? n Stein ein fridsam Anstand begrif - 
fthadendarüberwiderfahrm . Dann dievon ftnvfwlderhMdlung / Wdmchchm beschlos - 
iubeck hatten zur selben zeit vier groseSchiff sen / daß von beydenParthensolttn Geisel ge - 
mit schwerem gut nach Reuel ablausten las - scht vnd geschickt werden . Vnd als die 
sen / desgleichen auch etliche nach Riga / vnd Schwedischen Geysel kommen sind an den 
sindderowegendieKaufieut hoch bekümert / Konig / hat erdie seinen mik der eil wider ge - SÄ , « , 
vnd sich befürchtet / es möchtm digSchiffwi - fordert . Vnd sind die Schwedische Ritter 
der guten Glauben genommen werden Aber vnd Edeleut / vnder gutem glauben / gefeng - 
Gott hat vf di - mal allm schadm abgewendt . lich genommen / vnd ist der Konig wider na - 
iMi« & ann Schiff sind wider zu Haus kom - cher Coppenhagen gezogen . Vnder dift« 
mm / vmb Ommum Sanaorum , mft gros - Schwedischen Rittern ist IustoffErichsm 
fem gut / vnd ist so hart gefroren gewesen / daß gewesen / der hernach Konig in Schweden ' 
man hat müssen etssen lassen von Tramund worden ist . 
biß gm Lübeck . Vnd dieweil vf dieselbige Vmb 5 . Nicolai , schickete König Cöri - 
zeit die Dänen nitsegeln mochten / habm sieall ftiern denen von Lübeck wider före IV . schiff / 
wahr bey sich behaltm / vnd grossen gebrechen die er den Summer vber hatte angebalr . n . 
von gelt gelitten . Derhalben vf Martini hat Das reichste Schifbatte um / vber alle andc - 
des Reichs Rath mit dem Konig gchandelt re Wahr / funftzigstro »nasses vndFaßmik 
zuKoppenhagen / vnd ist die Segelaeim frey W^rcke . Vnd nam der Konig zu borchgelt 
gelafen naher Lübeck . Vnd sind binnen - . ta - viertzig Goltgülden . gen * u Tramund mehr dann hundat Dud - In disem Jahr am Donnerstaas vor 8 . 
fche Schiff ankommen mit vielem gm / die Thoms m der Aduent / bey der Martins 
Mülen ,
	        

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