Full text: Lubeckische Chronick/ Das ist/ Alle vornembste Geschicht vnd Hendel/ so sich in der Kayserlichen ReichsStadt Lubeck/ von zeit jhrer ersten erbawung zugetragen

I o s Drittes 
Lübeck AnnoM . D . X II . »st dise Fedevertra - Gtttch - ^ M / vnd widcrumb zwischen dem König vnd Iigkcil vnd der Statt frid gemacht worden . Vnd ist die Handlung von wegen des fridens / zu Flens - Rn» . bürg gehallcmvnd sind die von Lübeck bey jh - marck . pm alten Gerechtigkeiten vnd allen Priuile - gien geblieben . Man sagt / daß darnach alwegen Konig Hans seinem Sohn Konig Christiern treuwlichen vnd mit allem fleis vermahnet vnd gerachen habe / frid zuhalten mit denen von Lübeck vnd den andern stetten / in der Nachbarschaft des Reichs zu Dennmarck gelegen - Vnd es wer wol gut gewesen vc> ! die Statt iubeck vnd die andern Stttke / daß Konig Hans nach der Fede noch etlicheIahrgelebthette / so es Gottes willen gewesen were . Aber er ist bald hernach i ; iz . Albach . zu Albach in Iudland gestorben / vnd ist dar - nach fein Sohn Chnfticrnus Konig erwe - Ist worden vnd gekrönt . Vnd wiewol er durch seinen Hern Vattcr Fnd zu halten mattet war / so hatt er doch solches nit tet / sondern sobalderzum Regiment kommen ist / hat er nit allein mit denen von Lübeck vnd andern Stetten / sondern auch mit seinen ei» genen vndersassen / Twist vnd vncmigkeit an« Meibtr gerichtet / vnd hat alles solches gethan aus rxui ) . Rath vnd Anqebung eines Hoiendischcn Wnbs / Fraw Syburg gcheissen . Dann der KoniAhat jrcnRarhin allen dingen gefolgt / biß so lang er von 4and vnd beuten kommen ist . Danndieielbige Syburg hatte eineToeh - ur / die war seinBeyschlafcrin / Duue genant / Kam zu Bergen zu ihr / ehe er des Kaysers Schwester krlgete . 
Anno M . D . X VI . ist Angelus Accim - Ablas - bolus . ein iegat desPabsts dem 
SS ! " Römischen Ablaß gen Lübeck kommm / vnd im«» , mit grosser herligkeit vnd procellion einge - liolt / vnd hat des Ablaß Kreutzes vfgericht . Vnd ist vnglaublich / wie ein groß gelt vnd gut aus - Lübeck vnd den andern Stetten / auch darnach aus demReichDennmarek / Schwe - den vnd Nordwegen / gebracht habe . Er hat Cttdevtz . zu Lübeck von Stlberein Fürstlichen Credeny machen lasen / dazu auch silberne Kessel vnd Bratpfannen / das doch bey Fürsten vnge - wohnlich ist . Vnd ist ein Bürger vonColn / Antonius Der Nalcgehllssc - ! / zu Lübeck mit chme gewesen / der das AvlasGelt an dieFo - ekersvndBranckers vberschrib . Diser ist zu Lübeck / in eines vnehrlichen Weibs Haus / bey nacht erwürget / vnddarnach heimlichen in ei - ne pfüßen geworffen . Dar predigte lin us entgegen . 
Im selben Jahr / in der nechstm nacht vor Martini , lag vor der Ryde vor Tramimd ein SchwedischHolcck von i^o . ^sten / vnd was geladen mitLacken / Harmsch vnd Saltz . Vnd öiewcti v»e Schiff lagm binnen Tra - 
Buch , i lc6 
»yund / vnd die Boßleut sich keints vnglücks vermuteten / Es war gut frid zwischen dem Konig zu Dennmarck vnd der Statt Lub . ckl vnd als die Boßleut im ersten schlape wäre / ist ein Jacht mit listen an den Holeck kom - men / vnd sind alle Boßleut gefangen genom - men / vndist der Schwedische Holeck vo^ den Lubeckischm Strom naher Copp / nwM ge / fürth . Es hat der Rath von Lübeck hicrma geschiektt andw Konig Chrißicrn »renfio^ thonotarium Mag . Lahaa Reben . / - vstt ist entlichen gehandelt / daß was vf - dem Schiffe denen von Lübeck zugehörig toere I foftc jht . cn alles wider gebcn werden / vnd so do Wae . cn gekomen were / , das soltvf dein nächstenvnib - schlag im Land zu Holstein entrichtet wcröen . 
Aber die Holeck mit den andern s chwedischen gütern blib zu Coppenhagen . Vnd dieweil der Konig seiner zusage richt gnng hat ge - than / ist hieraus ein neuwe Fede zwischen dem Konig / vnd Hern Stein / Qubernaror von Schweden / entstanvenDann die Schweden habm darnach den Jährlichen Tribut / so sie dem Konig zugesagt hamMnit wollen geben / 
Daraus alle Vnemigkett vnd Krig entstan - den ist . 
Anno M . D»X V11 . vfTrinitatis , warm die HmseStette zu Lübeck / vnd haben M««» gehandelt von den Cuntorai / auch von an - - m dern Priuileg»en / Vnd haben vil von den stet - ten jhre ^ecrerarien dahin geschickt / Aber man hat sie ntt bey dem Handel gestattet . Vnv dieweil von den Stetten waren ausgeblieben / vnv sich vmb Unsicherheit des wegs halben entschuldigen lasen , ist beschlossen I daßdie meine HenseStett in dem nechstfolgendm Jahr wider bey ein kommen fotlm . 
In diler zeit war ein Seerauber / Lang Pe - Tang p« . ter genant / ein Friß geboren / vnd hatte wol bey s . « ? « . fünfhundert mann loser Buben vnd verlau - - ber vnd fene Krigsknecht - Diser hat grossen scha - l - m den den Stetten gethan m der Westsee Dan er schr»b sich l<tn Stürmer der Danen / ein Strafer der Bremer / ein empfanger der Hamburger / ein Marteller der Holender / vnd hat auch »n seiner kleidung Gal gen vnd Rad zur Färb geben - Vnd bezeuget dis vnd der - gleichen Exempel / daß Gott bißweilen ver - hcnget vnd zulesek / daß sich beyde zu Wasser vnd zu Land boftBuden ein zeit lang vfwerf - fen / ond ander Leut beschädigen . Daraus wir lernen sollen Gottes Zorn vnd straf / vmb vn - fer vbelthat vnd vnvanckbarkeit vor zeitlich frid vnd leibes Narung . 
In dise»n XVII . Jahr trachtete Konig Christiern mit allem fieiß vnd ernst darnach I daßdie Staffel vnd Nidcriag aller Kauf - Seassu manschaft aus der - Ostsee mochte gen Lop - - T penhagen gelegt vnd vfgericht werden / vnv z» b«A . gedachte durch dis vornemen / die Statt Lu - 
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