Full text: Lubeckische Chronick/ Das ist/ Alle vornembste Geschicht vnd Hendel/ so sich in der Kayserlichen ReichsStadt Lubeck/ von zeit jhrer ersten erbawung zugetragen

57 Drittes 
vnd vber gewesen' Vnd nach langer Hand - lung / ist es bey Hertzog Magnus vnd dm von iünmburg gesielt / daß stcvf bestimptezeit mit den Fürsten von Meckelburg in der iubecki - schm fachen handeln sollen . Vnd sind dem - nach desgleichen groscn Tagleistung ten . Aber es ist alles fast vnfruchtbarlich ab - gangen . Vnd haben zum legten dievoniu - deck öffentlich dmurt proccttirn müssen / daß sie sich in allen dingen mit den Fürsten von Meckelnburg - beyd zu Recht oder zu Freund - fchaft / gern vortragen wölken . Vnd sind also die von Lübeck zm öffentlichen Fede in rer Nachbarschaft mit den Fürsten von ckelburg kommen . Vnd ist dift Fede mit gro - fem mercklichen schaden vnd nachtheil der Star^ubeck nicht zugangen / vnd entlichen bepge^egt vnd vortragen . 
Vnd hat sich aus gank geringen ansang »erurM - o t , lle diese Twist vnd vnwille schen Meckelbmg vnd Lübeck , daß also durch disExempei b'lllch alle dife Stett solten ge - warnet seyn / daß sie slchnit leichtlichen durch öffentlich gewalt vergriffen gegen re Fürsten vnd Hern / sonderlich in der Nach - barschaft / wann ihnen auch schon et ? as vn< rechts widerführe . Dann priuaram iniu - riam . dasist gcwalt / so von einvelcn nen aeschtcht / mit öffentlicher gewalt ; ti ren / glückt ftlten / sonderlich gegen andern gnv fen >Obngte»tm . Dann es haben sich in diser 
tch mehr andere Fürsten vnd Hern mit den ürste . i zu M ckeinburg gegen die Statt Lu - heck verbunden - Vnd hat sonoerlichHerkog Heinrich von Braun schwig der Statt Iii * beekeinEntsazesbrif geschickt / wie auch der von Brandmburg . Vndist d»je Fede erst recht angangen . 
Anno M . D . VI . n . Augufti , zogmdit Lübecker aus mit der Waeenburg vf tausend zu fuß vnd^oo . Pserd starck / vnd Nsen sich zu Dramund vber den P , i ? walt seyen / vnd branden des tags im - Land zu Meckelburg bey zv . Dörfer ab / vnd etliche Haufen ßdfe . Dar - «acham 4 . tag Aug . »fBartholomci A - bend / haben die Fürsten von Meckelburg / vnd der Heryog von Brunschwig / zu Schluckop durch die iandgewehr gebrochen / vnd Schlu - rkop vnddaeDorfWelslv abgebrandt / vnd haben bey 20 . Pferd verloren / die aus einem Holtze welche beySchluckop laae , geschossen worden . Darnach am z 9 . Sept . haben die Fürsten zu Meckelburg / dcr Hcryog von Brunschwig / vnd derMarckgrafzu Bran - deburg / die Statt Mollen belegt / vnd haben da 24 . tag vor gelegen / vnd doch nichts ge - schaft / Desglcichen auch vor Belendorf , vnd smd nach viel gelittenem schaden widerumb abgezogen . Vnd «st dife Fede entlicheo ver - trogeli / vnd widerumb fnd gemacht zwischen 
Buch 98 
der Statt Lübeck vnd dem Fürsten zuMe - 
ekelburgAnn . M . O . VIIl . vmb S . Iacobi . ' doch also / wer schadm gelitten hette / solte ihn behalten Vnd sind die von^ubeck bey allen ih - ren alte Priullegienvnd Gerechtigkeiten ver , blieben . 
Anno^l . O . VI . istBtschofDtettrichA^ xxyit rmdißgestorben / vndHW'lhelmWestphal / M'l« Bischoffcrwehltt . Dtseristein froin ehrlich mann gcwesen / kbeteaber nit lang . Dann er »st xxyn An . IX . darnach gestorben / vnd ist H Io - ' Hannes Grimholt / Bischof erwelt . G«»nholt . 
AnnoM O . V ! 11 . istvnser ÜebeFrauw Kirch zu iubcck abgebrant in der Nacht des Montags in dm Astern I vnd ist im selben Jahr mit kupfer wider gedeckt . Vnd so Gott r>it sondc - lichen dannn gesehen mit disem brandder Kirchen / werees zu groftm schaden vnd nachtheil der gantzen Statt gerathm . 
Von dem Fridm vnd Vertrag , der zwischen König Hansen zu Dennmarck vnd der Statt iubeck vfge , richtet ist . 
Anno . D . VI . fco dt> Mcckelturger Vcrttag Fede war angefangen / ist mit Konig Hansen Mische» zu Dennmarck / von wegen eines bestendigm . „ ^Ik vnd Frides gehandelt zu Segeberge / vnd ist des - L . ublck . selben Vertrags imfibmdenIahr nechstfol - gmd ein Reeeß zu Nikopyngen vfgerichtet / am Mitwochen nach Vifitacionis Maris . V . id sind dise die vornembstm Art . eul des Reeeß gewesen . Erstlich - Daß die von r Lübeck ond die andern Stctte sich dee Reichs zu Schwedm gentzlichen folten enthalten mit zu vnd abfuhr / damit die Schweden nicht gestcrcket würdm in ihrem vngehorfam . 2 . Daß die von iubeck vnd der andern Statt 1 ♦ Schiffin keinem Hafen guter einnemen len / die aus Schwedm kommm sind / Vnd so iemand darmit beargwonth würde / daß er als ein vngehorsamer darumb soll gestraft wer - den . Vnd ist diser Articul sehr verfenglich der Statt Lübeck vnd den andern Seestetten gewesen / also daß sich aller vnwill vnd twist daraus zwischen dem Konig vnd der Statt Lübeck darnach verursachet hak» z . Daß z . die von iubcck wöllen / dem König zum besten / anhalten alle Schwedischen güter / vnd auch die Schweden / so in ihrer Statt / Hauen / 
Strome vnd Gebiet / hernachmals kommen werden / desgleichen auch in den andern Slet - ten I so lang biß SchwedmReich zum ge - horsam gebracht werde . 4 . Daß die 4 . iubeckischm vnd die andern Stet ! Schiff / so bey des Königs Ausleger kommen / williglich soricken sollen / vnd ihre Secbri - fe zeigen vnd besichtigen lassen I daß sie keine Schwedische güter inne Habben / vnd so keme . Schwedische Gütter bey ihnen 
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