Full text: Lubeckische Chronick/ Das ist/ Alle vornembste Geschicht vnd Hendel/ so sich in der Kayserlichen ReichsStadt Lubeck/ von zeit jhrer ersten erbawung zugetragen

ys Lubeckischer 
die von - Lübeck Knecht vnd Boßlmt ange - nommen / vnd Schiffe wider den Konig von Dmnmarck ausgerüstet . Es hat sich der Fromme vnd fridsame Fürst / Herßog Fride - rich zu Holstein / Kvnigs Hansen Bruder / in die fache gefchlagen / vnd ist mit den vornem - sien des - Lands gen . Lübeck kommen . Aber die - weil er keinen volkommenen Befelch von dem Komg halte / ist die Handlung ohnfruchtbar gewesm . 
Lübeck Damach ^n . XI . D . III . jst aus erfoderung acmarck'' Königs Hansen / der Cardinal Kailnunäus vertrage» , gen iubeck kommcn / vndhat ihm vorgenom - mm / zwischen dm Konig vnd Statt Lübeck frid zu machm / vndhatzu sich gefordert Her - tzog Friderichen von Holstein / vnd Herzog Magnum zu Meckelnburg / vnd hat dcrKo - mg seine Gesandten auch dar gehabt / vnd ist nach vielen vnderredungen vnd elagen von beyden theilen / die fache der gestalt vertragen : Daß dieweil sich die von Lübeck der den nit alleroings enthalten wölken / solten sie aus dem Flute Megären zu Schiffin Schwe - dm fchicken / vnd die gefangene Koniginne der loß machen / vnd die Schweden vermah - NM / daß sie * >f Laurentii nechstkommende zum Sunde mit dem Konig sich in den han - delgeben sollen / friden zu machen - Wide - rumb solte der Konig die genommene Schiff mit samptdm guter« wider geben / vnd was weiter schaden genommen were / darauf folt man zu gestimter zeit im 4and zu Holstein handeln / Vnd solten alle alte Pnuilegia in Dmnmarckder Statt Lübeck gehalten wer - dm / vnd das gelt / so man der Statt iubeck schuldig were / soltebezalt werden . Vnd sind hiruor borgen worden / der Hertzog von Holstein / derBischofvon - Lübeck vn Schleß - wick / vndandere Ritter vnd Edle - Leut . Vnd ist entliehen die schult bezalt / do die Bürgen von denen von - Lübeck sind gefordert / daß sie inhaltat wüsten nach laut Ihrer tung . Es ist vf dise zeit das Schloß Nydauw Nyvaw der Statt - Lübeck zum vnderpfand gethan worden . Der Cardinal hat selbst vf dem Dommhaus Meß gehalten / vnd hat auf Befehl des Bapsts in Deutschem - Land groß geltversameltin dem namen / daß der Pabst wolt Volck werben wider den Türcken . Aber dcrIug ist nit vortgangm . 
Nach dem die - Lubischen Gefchickekm / von wegen der Königinnen mit den Schweden De»» , gehandelt / vnd dieKoniqin zu Coppmhagen marck VN - gebracht hatten / vnd solches der Konig ge - hört / hat er den jungen Hern der Mutter ent - gegen gesand vnd sie empfangen lasen - Aber die kubischen - Legaten / die in Schwedm ge - wesen waren I vnd die Konigin wider Zeholt / hat er nit wollm vor sich lasen . Daraus wol zumackm / wesdancks die von Lübeck gegen 
Khronick 96 
dem Konig verdtNt haben / darmlt bafrsie durch groft mühe vnd merckliches gcltfpii - mng / mit dm Schweden gehandelt / vnd die die Konigin erlöset / vnd dem Konig wider - gebrach« hatten 
Anno M . D . IIIL ist dem Rath zu iw Prtuilc iü Heek ein Priuilegium von dem Koniggtge - nit von ben / daßniemand von ihrem Recht appclli - + 0 gato«» rm mag / es sey dann / daß die sache vder 40 . rttt „ am ' * kubische gülden trage . 
Bon derMckclbur - gkr Fcdc mit beck . 
D . V . haben die von Lübeck das Wasser vnd den Strom bcy Dersaw / durch die Fischer vnd auch jhre diencr besichtigen la - sen / zu erhaltung ihrer alten Privilegien vnd Freyheiten . Vnd als das geschehen ist / habcn sich die Edelleut im - Land zu Mcckelburg / Parkentym geheissm / darwider gesctzet / vnd mit gewalt den Lubischcn solches wehren wol - len / vnd haben etliche von den Dienern ge - schlagen / etliche gefangen vnd verwundet / Alsodaßeiner davon tod bltben ist / Habcn auch gleicher mascn denen so in den Schiffen waren / gewalt gethan - Vnd dieweil solches in der Statt ist rüchtlg worden / sind dieBür - ger ausgezogm / mlt gewalt die ihrige zu rct - tm / vnd solchen offenbaren gcwalt gegen alte zugesagte pnuilegia zu wcren / vnd habm al - so dm Parkentymcrn nachgejagt . Vnd ist p«rcmy . ihr Haus angesteckt vnd verbrenl / wie wo ! mtt' man n«t hatwlsftn können / durch wen solches geschehen ist . Dann ein Rath der Statt - Lu - bcck hatte vf das höchste ihren Bürgern fohlen vnd gcbottm / daß sich niemand durch brmnm im - Land zu Meckelburg vergmffcn solte . Darnach hat sich der Rath zu 4u - beck solches gewalts der Parkenlymer gegcn die Fürsten zu Mcckelburg / Hcrtzog Batta« sarn vnd Henrichen / schriftlich bec^agt . Änd dicwcil dann die Fürsten von wegen der ge - waltso die von Lübeck durch das brmnm im ^and gethan hatten / vbei zu fridm waren / ha - bcn sie es gcschchen lasen / daß der reisende Kaufman / durch die Parkenthymer vndan - dcrejhresanhangö / ist bcschedigt vnd ange - halten worden . Vnd nach dem dieKaysen liehe Straß ist gantz vnsicher worden / daraus nit allein der Statt - Lübeck sondern auch dm andern Seestetten grosser schad vnd nachtheil entstanden ist / so haben die von - Lünenburg sich in d , e jache geschlagen vnd bearbeitet / daß zu Wißmar ein Tag gehalten ist durch den ChurfürstenMarckqrafm Jochim zuBran - denburg / Hcrtzog Magium zu Sachsen / vnd andere HcrnvndFmstm / soda mehr sind an 
vnd
	        
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