Full text: Lubeckische Chronick/ Das ist/ Alle vornembste Geschicht vnd Hendel/ so sich in der Kayserlichen ReichsStadt Lubeck/ von zeit jhrer ersten erbawung zugetragen

<pj Drittes 
vnd einen Edekman / beelagte / wie vntrew jme dieSchwedcn wercn / vnd wie sie jme nach dem Lebm gefielt hettm / vnd mit was vnglimpff sie jhme seine Koniginne verleit Hilten / Der - halben were er geneigt / die Schweden mit krig zu vberfallen / darumb solttn die Lübecker sich derSchwedm enthaltm / jnen keinen zu oder abfuhr thun : Wonit / so wolle er sie gleich den Schweden vor feind halten . Die iw< beckischen antworten / jhnen gefiele nit der vn - gehorsam der Schwcden / Aber dise Land kon - te man ihnen nit verbietm . Die Sendbo - ten antworten l Sie Helten des Königs nung wo l verstanden / darnach möchten sie slchrichtev / Ändzogm daruon . Bald nach kam ein Ritter von den Schotten / der sagte Visen Stetten an / daß sein Herr den Dä - nen wider die Schweden wolte beystand thun / Derhalben wo er einen vberkeme aus Visen Stetten der den Schweden zuführet« / den woite er vor ein feind halten . Der Kauf - man beklagte sich I daß noch ihre Güter in Schweden weren . Konig Hans lue Schiff in die See lauffen / vnd den Lubecktschen ein Schiff / das kam von Ryga / kam vnd sagte / dar were Schwedische guter innen - Dar die Bürger sehr vngedültigvmb wurden vff den Rath / lisen sich düncken / were dem Rath das ihre genommen / sie wurden sich anders fiel - lcn . Da wurden Botten vnd Brif an den Konig gesandt . Es war vnbewanvt . Aum keß - ten / vfanhalten der Bürger / arresttrt der Rath zu Lübeck alles was ausDennmarck zu - beck war mitseid vnd Gut , Ium letzten wol - «es nit anders seyn / Lsgereichm zu einer of - fenbarenVede / vnd namen die Lubeckischen an / ein hauffen Landsknecht / vnd etlich iooo . Boßknecht , »es Königs Bruder von Hol - stein Hertzog kriäcricuz kam gen Lübeck . Der sagte gefehrliche Wort / aber nit aus . 
amlm v\ An . M . D . ifi Carolus , Philippi Sohn / gcftcrc» . Hertzogs von Burgund / geboren / der nach Maximiliano , seinem Großvatter / Kayfer worde Eod . vfAmbrofii tag / brardtReck - «ng°h«u . linghaussen / ligt mWestphalen / halb aus von f«n brtftt jtycm eigenem feur / sampt der Kirchen vnd z . Pforten / der Laufpforten / Martins - vnd KonigbergerPforten / vnd etliche Tüme vf den Mauren / vaß es ein groß feur vnd gros - ser schaden war . »as Hab ich gesehen mit meinen Augen / vnd meinesVatters Haus br«idt biß in grund mit den gutem was da - rinnen war / vnd meiner Mutter brandten die Kleider am Leib / vndmein Vatterkrige sovil / daß er alle sein Lebtage kraneke Augen hatte . Vnd da verbrandte ein Bürgermeister mit namen IohanVlenburg / die Schule fiie jh - ne vf den Leib / die Klocken zerschmoltzen im 
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Tum / vnd alles in der Kirchen verbrante oh - ne die Gerrkamer nach anderm allen . 
Anno M . D . I . Hatten Herzog Magnus vonMeckelnburg willens / die Iungfrawen Closter zu reformiren zu Rene vnd Saren^ tyn / vnd folten nit mehr in denselben Clöster» weltliche Kinder vß Lübeck vfgezogen vnd ge - lert worden . Daraus verursachet ist / daß etli - che Rathshern vnd Bürger sind vbereinkom - men / vnd haben bey Egidii Kirchen einen Ritterhoff gelobt / vnd daselbst mit verwilli - gung des Raths im nechst folgenden Jahr Samt AnnmCloster angefangen zu bauwen / vornemlich zu der behuf / daß der Bürger kin - der mochten in der Statt in disem Closter ge - lehrt vnd ehrlichen vfgezogen worden . Vnd es sind Regulissen Nonnen aus dem Land zu & « * <» - Braunschwig verjchriben / vnd mit grossem geprang in dae neuwe Closter gefürth durch den Bischoff . Vnd ist die vornemen der Bürger von wegen der Kinder in guter Zucht vnd L^ehre vszuzihen / hoch zu loben / vnd wer auch recht / daß diserMeinung nach / dasselbigClosterechaltenwürde / vfdaß durch ehrliche Frauwen Personen / auch Wittwen / frommer Leut Kindcrm Gottes Furcht vnd guter Jucht mögten erzogen werden / biß so lang sie zur Haushaltung den Eltern moch - ten nuy feyn . Dann das ist der rechte Christ - liche Gebrauch der Clöster gewesen vor den Zeiten . 
Erste Fede der Statt Lübeck mit Konig Hansen zu Bennmarck . 
In disemJahr istdieStattLübeck in gro , fem Twist vnd - Öhneinigkeit mit Konig 5bede d« Hansen gewesen . Dann Konig Hans ist der Statt Lübeck nit gewogen gewesen / vnd hak R - mg >hre Güter angehalten / vnd zur Seefart die . lubeckischen Schiff angehalten . Danner m " rcr . tn * Qat die von Lübeck verdächtig gehapt / als ster - cketen sie heimlichen die Schwedischen in zh - rem fürnemen / derhalbenerauch den Lubecki - schenzugesagte priuilcgia nit halten wolte . Vnd dieweil die Schweden die Koniginne gefangen hatten / schicket« König Hans in Lu - beck / vnd lise ansagen / daß er genötigt würde / einen öffentlichen Krig gegen die Schweden vorzunemen . Derhalben er begerte die von Lübeck wolten sich der Schweden enthalten / vnd jhnen keine zufuhr thun . Vnd dieweil die von Lübeck vorder handhirinnen nit kon - ten dem Konig verwilligen / nach dem sie ihre noch dar im Land hatten / sind des Königs ge . sandten wider vmbgezogen / vnd ist die ficht zum öffentlichen Krig gerathcn / vnd haben 
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