Full text: Patriotische Rügen eines Holsteiners, über das Post- und Poststraßen-Wesen in Holstein

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angeregte Ideen , durch Veranlassung von Versuchen und durch Benachrichtigungen , d^ren Erfolg man nicht völlig übersehen und berechnen kann . Es wird also durch die indirecte Gedanke nsteu er ein Etwas wahrhaft getroffen , und dadurch gleichsam schon vor seiner Geburt getodtet , zum indirecten , aber unberechenbaren Nachtheil der noch unvollständigen Güter - Erzeugung . Wer mag nun diese Tendenz der Regierungen , die Posten als Staats - Auflagen zu behandeln , mit dem schütze ver - einbaren , den sie den Wissenschaften zu verleihen scheinen wollen , ohne sich zu dem höhern Gesichtspunkt des Post - wesens erheben zu können oder zu wollen , . aus welchem es als Bindemittel des höhern geistigen Verkehrs erscheint , dem es eine Lebhaftigkeit giebt , deren die Völker des Altcrthums sich nicht erfreuen konnten . Der schnelle Umlauf der Gedanken ist ein Haupthebel der neuern Cultur . Man weiß , wie dieser literarische Verkehr durch das Post - Finanz - System mancher neuern deutschen Staaten , besonders noch vor Kurzem in dem ephemeren Königreiche Westphalen , gelitten hat . 
Zwar ist es gerecht , daß der Aufwand , welcher mit dem Postwesen , unter unmittelbarer Leitung der Regie - rung , verbunden ist , auch von denen getragen werde , die desselben bedürfen ; dieses aber als eine Staats - Auf - läge benutzen , ist mit dem Princip der Humanität in der Nationalökonomie durchaus unvereinbar . Ueberdies saugt hier , wie schon gesagt , eine habsüchtige Cameralistik offen - bar an sich selbst . Erhöhung der Taxe über die Ad - ministrationskosten des Postinstituts kann und muß wohl den Verkehr , die Production und Industrie hemmen , muß wohl die weltbürgerlichen , wie die staatsbürgerlichen und Familienbande erschlaffen und zerreißen , aber ihren ge - winnsüchtigen Zweck — das beliebte Plus — wird sie nicht erreichen , und eine solche Post - Finanzirung
	        

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