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Rlotsch wissen wollte ; zugleich fragte er mich , wie man die Probe auf dem Harze mache , weil man sie zuvor in Freyberg in verschlossenen Gefässen an - gestellt hatte . Ich sagte ihm dieses , und es ver - strich einige Zeit , ehe ich das Resultat Ver Probe des Herrn Rlotsch erhielt . Derjenige , der es mir aus dem Gedachtnisse mittheilte , war seiner Sache nicht recht gewiß , und ich sagte zu ihm : wenn es sich so verhalt , so nähert sich die Probe sehr der Wahrheit , aber ich glaube , es fehlt doch noch etwas , und ich besann mich nicht , daß ich hierdurch einen Fehler begieng . Nachher habe ich mich völlig davon überzeugt ; aber weit entfernt es zu bereuen , behaupte ich vielmehr , daß durch den schwarzen Fluß Herr Rloesch doch nicht im Stan - de gewesen ist , mit ver erforderlichen Genauigkeit den Gehalt sehr reicher Bleyglanze , deren einer 77j , und der andere 75 Pfund in 100 enthielt , zu bestimmen . Die Prohe des Herrn Rlstsch gab von dem erster» Nur 77 , und von dem leztern nur 73 . Die Vergleichung dieses Verluftes mit dem bey der Hüttenprobe , könnte zum Probier - steine dienen , um die Genauigkeit der mit schwar - zem Flusse gemachten Proben darnach zu len . Da über Dinge , wovon ich gewiß bin , mir niemand etwas aufbindet , und nie jemand etwas aufbinden wirv , ich aber auch eben fo wenig ge - sonnen bin , andern etwas weiß zu machen ; so muß ich Ihnen die Gründe sagen , warum die Pro - be mit schwarzem Flusse , den Gehalt der Bleyerze genau anzugeben nicht taugt . Ehe ich aber dar - auf komme , muß ich erst noch meine Unparthey - lichkeit beweisen . Man begehrte am Harze Frey -
berger

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