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gemacht hatte . Derjenige , dem ich deshalb Auf - trag gegeben hatte , schickte mir nebenbey Harzer Bleyglanze , um solche zu probieren ; und zugleich doppelte Proben derselben , wovon die eine schon gewogen , und die andere noch in dem dazu ge - brauchten Tiegel befindlich war . Nachdem ich die Tiegel entzwey geschlagen , und dieProben ganz übereinstimmend mit einander gefunden hatte , so reduzirte ich das auf dem Harze gewöhnliche Ge - wicht von uz Pfund , auf das in Sachsen bey Bleyproben übliche von 100 Pfund . Diese Rcch - ' nung gab mir die Menge , die ich aus diesen zen erhalten müßte , wenn sie hier probieret wür - den . Ehe ich sie selbst untersuchte , gab ich sie einem Manne , der seines Amtes und seiner Kennt - Nisse wegen großen Einfluß hat , und dieser hatte die Vüte , solche , ohne meine Absicht zu wissen , probiren zu lassen» Nach erhaltenen Proben fand ich , bey der Vergleichung derselben mit den Resul - taten meiner Rechnung , daß bey der einen ein Ver - lust von iof , und bey der andern von 9 p . C . statt fand . Ich sagte , die Probe fey nicht richtig , und probirte denBleyglanz nach der Harzer Art , die mir dasselbe Resultat , wie die Rechnung , gab . Ich erzählte dieses Jemanden , den die Entscheid dung der Sache intereßirte , und dieser begehrte von mir dieselben Bleyglanze , um sie dem Herrn Rlorsch , als einem der geschicktesten Freyberger Probierer , zum Probieren zu geben . Er gab diese Glänze nicht gleich zum Probieren hin , und fragte mich einst , nachdem ich sie ihm schon gegeben hatte , vielleicht aus Vergessenheit , wie viel sie hielten ? Meine Antwort war , daß ich dieses von Herrn
F z Rlorsch

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