80
Man muß mit dem Schmelzen so lange fortfahren , bis die Materie völlig in Fluß gekommen ist . So - bald dieses geschehen ist , muß man abstechen , um das reine , oder mit mehr oder weniger Schwefel und abzuscheidenden Metallen verbundene Silber , abzusondern , woraus man sogleich wird beurthei - len können , ob man gut kalzinirt , und die ver - schiedenen Kalzinationsgrave getroffen hat . Da der bey dem ersten Abstechen erhaltene Stein zu reich ist , wenn man nicht genug kalzinirt hat , so muß man ihn nochmals kalziniren , und wieder in den Ofen bringen , oder ihn hernach besonders , ob - gleich auf dieselbe Weise behandeln . Wenn man in dem Falle , daß man nur eine Kalzination vor - nehmen will , anfangs einen bestimmten Antheil Bley zusezt , so wird man ein sehr silberreiches Werk erhalten , das man gleich dem Feinbrennen unterwerfen kann .
Sobald die verschiedenen Materien in Fluß sind , muß man sogleich den Ofen zumachen , um zu verhindern , daß die Schlacken nicht früher aus dem Ofen gehen , als bis sie ganz arm an Sil - der und Bley gemacht worden sind . Das Arm - machen an Silber muß durch eine so große Menge B ! ey geschehen , als man für nölhig findet , um in den Schlacken auch nicht ein Loch Silber zu las - sen . Man kann indessen dasselbe Resultat heraus - bringen , wenn man eine geringere Menge Bley mehreremale durch die Schlacken hindurch gehen läßt , das ist , wenn man mehreremale absticht , und dasselbe Bley oft in den Ofen zurückbringt . Wenn das Armmachen an Silber einmal gescho , hen ist , so muß man gleich während demselben Schmelzen , zu dem Armmachen an Blepe schreiten .

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.