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Ich rechnete dabey zu viel auf die Schwierig - keit , mit welcher sich das Silber auf dem trocknen Wege mit dem Saurestoffe verbindet . Man wird sehen , daß ich mich gerauscht hatte . Was mich von meinem Jrrthume wieder zurückbrachte , war , weil ich fand , daß sich selbst das Silber hinlang« lich verkalket , wenn man ihm nur Säurestoff oar - biethet , der noch nicht mit dem WärmestoF ver - bunden ist . Ich rechnete ferner auf die Leichtigkeit , mit welcher sich das Silber , blos durch die Wir - kung des Feuers oder Wärmestoffs reduzirt . Ob ich gleich diesen Grundsatz in seinem ganzen Um - fange für wahr anerkenne , so sinve icb doch , daß er , um für die Metallurgie nützlich zu werden , Er - läuterungen bedarf , die auf bis jejt wenig suchten Thatsachen beruhen . Ich rechnete gleich - falls auf die Reduktion der Metalle durch andere , die mehr Verwandschaft zum Saurestoffe haben , selbst dann , wenn diese schon halb verbrannt sind . Ich habe gefunden , daß dieses schon durch die Ar - beit des Herrn Fourcroy bewiesene Prinzip im All - gemeinen sehr wahr ist . Ich stellte mir ferner vor , daß der Schwefel , als ein brennbarer Körper , bey seiner Vereinigung mit den verschiedenen Metallen , von diesen leztern nur in den Produkten der Ver - brennung verschieden seyn könne ; und daß , wenn man diese Produkte einmal gehörig kennt , die Mittel , sie bey der Behandlung der Erze unschäd - lich zu machen , nicht schwer zu finden seyn würden . Dieses habe ich mit um so größerm Vortheile ge - than , da die Substanz , deren ich mich bediente , dazu beyträgt , die Kalzination zu verkürzen , unv die Schmelzung zu erleichtern .

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