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erhält , wenn man ein anderes Klima annimmt , indem der Tag bis zu . den Polarkreisen um eine halbe Stunde , vom Polarkreise bis zum Pole um einen Monat gewachsen ist . Indessen muß man von diesen die na« tätlichen Klimate oder die Lufttemperatur unterscheiden , die durch hun , derterlei Umstände bestimmt wird . Außerdem macht man auch die Be . merkung , daß die südliche Erdhälfte weit kälter ist , als die nördliche , welches vielleicht von der größeren Wasserflache auf jener Herrübren mag .
6 ) Erdoberfläche . Das Innere der Erde ist uns so gut , wie gar nicht bekannt und was wir davon zu wissen glauben , haben wir durch Schlüsse herausgebracht . Wahrscheinlich besteht es aus weiten Höhlen , welche mit einander in Verbindung stehen und hin und wieder mit brennenden und brennbaren Substanzen angefüllt sind . Die Ober , fläche der Erde besteht größtentheils , nemlich über \ derselben aus Meer , dessen Grund eben so wenig eben ist , als das feste Land . Hier wechseln nemlich ab , Berge , Thäler und Ebenen , Wüsten und re Gegenden . Das Land ist nach dem Meere hin am niedrigsten und wird tiefer hinein immer höher , daher alles Wasser nach dem Meere zu läuft . Die Berge sind oft mit einer sehr dicken Rinde von Gartenerde bedeckt und heißen dann Flößberge , da hingegen die unbedeckten , wel , che oft am höchsten sind , Klippen und Felsen genannt werden Aus den Bergen entspringen die Quellen , zusammenfließende Quellen ma , chen Bäche , mehrere Bäche Flüße , mehrere Flüße Ströme , welche sich am Meere endigen und den Abgang der Ausdünstungen wieder er - setzen . Rechnet man nur 2 Mill . Quadratmeilen bewohnbares Land auf der Erde , so könnten , im Durchschnitt iooo Menschen für die Quadrat , meile gerechnet , 2oco Mill . Menschen auf der Erde Unterhalt und Freude finden , da doch nur über 900 Mill . gezählt werden .
e ) Die vier Johrszeiten , Tagslängen . F . III . Wenn die
Erde auf ihrer Laufbahn in 5 angekommen ist , so scheint die Sonne senk«
recht über dem Aequator und es wird jedesmal , beim Umwälzen um die
Axe , eine Erdhälfre erleuchtet , welche ein Mittagskreis begrenzt : daher
ist der erleuchtete Theil eines jeden Tagskreises , wo man ihn auch ziehen
mag , dem unerleuchteren gleich und für jeden Punkt desselben bleibt die
Sonne eben so lange über , als unter dem Horizont , d . h . Tag und
Nachtsind gleich , es ist Frühlings , Anfang für denBewoh .
ner der nördlichen undHerbst , Anfang für denBewohner
der südlichen Erdhälfte . Dies geschieht zwischen den 2vsten und
2istenMärz . Rückt die Erde in ihrer Bahn so weitfort , daß die Sonnen .
strahlen , welchem senkrechter Richtung immer mehr dem Aequaror nord ,
wärtS fielen , endlich in 2 a auf den Sommerwendetreis 8K senkrecht
fallen : so sind die erleuchteten Theile der Tagskreise in der nördlichen
Erdhälfre am größten , in der südlichen am kleinsten und die unerleuchte«
ten dort am kleinsten , hier am größten , der Tag ist dort am längsten ,
hier am kürzesten und dieNordwohner habenSommerö . di«
Südwohner Winters , Anfang . Solches trägt sich zu den 2isten
Zunius . Jetzt rücken , bei fortgesetzter Erdbewegung , die senkrechten
Sonnenstrahlen dem Aequator wieder näher , kommen , in Z , daselbst an
und machen , eben wie vorhin , TagundNachtallenthalbengleich ;
wir haben Herbst« die Südwohn erFrühlings , Anfang , wel .
cheö zwischen den 22sten und 2Zsten September geschieht . Die Erde setzt
ihre Reise fort ; die senkrechten Sonnenstrahlen wenden sich vom Aequaror
südlich , bis sie , bei dem Stande der Erde in 4 , auf den Winterwendekreis
treffen , die Tagskreise im umgekehrten Derhältniß wie beim nördlichen
Sommer in 2 a erleuchten und auf der nördlichen Erdhälfre
fängt der Winter , aufder südlichen der Sommeran . Diese
Begebenheit fällt auf den 2istenund22stenDecember . — Im Sommer
ist die Sonne von uns weiter entfernt , als im Winter : die Wärme rich ,
ret sich also nicht nach der Nähe oder Ferne der Sonne , sondern nach
der Größe de« Winkels , den die Strahlen mit der Erdfläche machen und
nach den Gegenständen , welche von den Strahlen getroffen werden . —
Man denke sich eine Menge Tagskreise um die Erde , in jeder der hier ab ,
gebildeten Lagen , so wird man finden : daß der Tagskreis des Aequators
oder
oder vielmehr der Aequator selbst immer zur Hälfte erleuchtet ist , das heißt , die Tage sind unterm Aequator im ganzen Jahre sich gl« ich ; ferner , daß die Verschiedenheit der TagSlängen immer zunimmt , jemehr die Größe der Tagskreise abnimmt ; daß unter den Polarkreisen der längste Tag , so wie die längste Nacht , 24 Stunden währt ; endlich , daß unter den Polen ein halbes Jahr Tag und ein halbes Jahr Nacht ist . ( Was kürzet die langen Nächte nach den Polen hin sehr ab ? )
f ) Der TrabantderErde oder derMond rollt um die Erde in mittlerer Entfernung von 50 , 000 Meilen innerhalb 27 Tagen 8 St . herum , hat im Durchmesser 46g ; , im Umfange 1470 Meilen und im Fläcbenraun ; 688 , 695 Quadratmeilen , so daß er nur den 5osten Theil von dem Inhalt der Erde ausmacht . ( Monat , Mondenjahr , Sonnenjahr . ) Auch er wird , wie 2 s , B HIG zeigt , von der Sonne erleuchtet und seine Nähe macht es , daß er uns nicht , wie andere Sterne umstrahlt erscheint . Auf seiner Oberfläche , von welcher uns , weil er eben so viel Zeit zu seiner Umdrehung um die Axe , als zu seinem Laufe um die Erde gebraucht , nur immer die eine Hälfte sichtbar ist , sieht man selbst mit blöden Augen dunk , lere Stellen und mitFernröhren hat man sogar die Vulkane entdeckt und will Gewitter gesehen haben . Die Oberfläche des Mondes ist also der unse , rerErde gleich , daher man ordentliche Karren vom Monde entworfen hat . In 29z Tagen kehrt er uns bald die erleuchtete , bald die dunkle , bald einen Theil der erleuchteten Seite zu , welche Veränderung
( > ) der Mondwechsel heißt . Steht der Mond nemlich zwischen der Sonne und der Erde inB , so kehr : er uns seine Nachtseite zu , geht zu , gleich mit der Sonne auf und wir haben Neumond . Jetzt entfernt er sich aus der geraden Linie von der Sonne zur Erde nach Osten , geht rag , lich ohnge'ähr 52 Minuten später auf und zeigt uns bald einen Raum von der erleuchteten oder wir haben Abends den gehörnten Mond . Nach ohn , gefähr 7 Tagen ist er in H angekommen ( man stelle sich H hinterwärts der Abbildung der Erde liegend vor ) , wir sehen nunmehr die Hälfte der Togsseire und haben das e r st e V i e r t e l . Wenn uns bei fortgesetztem Umlauf in I die ganze erleuchtete Seite sichtbar wird , so haben wir Voll , m 0 n d . So lange der Mond sich in B HI bewegt , wird er der zun eh , mendeMond genannt und ist uns vor Sonnenuntergang sichtbar . Von jetzt an n i m m t d a S L i ch t des Mondes wieder a b ; in G , wo wir nur noch die andere Hälfte der Lichtseite erblicken , haben wir das letzte Viertel , bis er wieder in B ankommt und die Bahn vollendet ist . Während des abnehmendenMondesinIGB sehen wir ihn nur nach Sonnenun» tergang . ( Vorurtheile bei Krankheiten im ab - und zunehmenden Monde . )
( b ) Finsternisse , welche sind :
( 1 ) Sonnenfinsternisse . Wenn beim Neumonde B derMond eine solche Lage hat , daß sein Statten , den er als ein dunkler Körper hin , ter sich wirft , t^Erde trifft , so wird die Sonne für diejenigen Erdbewoh , ner , die im Schatten stehen , entweder zum Theil oder wol bis auf einen Rand unsichtbar und diese Erscheinung wird Sonnenfinsterniß genannt . Diese ist im erstenFalle eine p artiale ( Theil , ) im andern eine totale ( ganze , völlige ) Sonnenfinsterniß .
( 2 ) Mondfinsterniß . Wenn beim Vollmonde in I Sonne , Erde und Mond wieder in gerader Linie stehen , so fällt der Erdschatten auf die Lichtseite des Mondes , einige Menschen können die erleuchtete Mond , seile nicht ganz oder gar nicht sehen und haben eine partiale oder to , t a l e Mondfinsterniß . — Um die Größe einer partialen Finsterniß zu be , stimmen hat man sowol Sonnen , als Mondscheibe , welche am Himmel beinahe gleich groß erscheinen , in 12 gleiche Theile gerheilt ( 2 b ) und diese Zoll genannt . Eine Finsterniß also z . B . von 6 Zoll reicht zwar bis zur Hälfte des Durchmessers , verfinstert aber noch nicht die ganze Hälfte— Während unserer Sonnenfinsterniß ist den Mondbürgern die Erde und während unserer Mondfinsterniß die Sonne verfinstert .
( c ) Ebbe und Fluth . Der merklichste Einfluß der AnziehungS ,
kraft des Mondes und auch der Sonne zeigt sich in Ebbe und Fluth , oder
im periodischen Sinken und Steigen der Meere auf der Erde . Wo nem»
lich der Mond über der Meeresfläche steht , wird diese in die Höhe gezogen ,
wel ,

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