An merk . i . Kreis« , welche mit dem Horizonte gleichlaufen und nach dem Scheitelpunkt zu immer tl«in«r werden , sind H5henkr«is« ; Kreise , gleichlaufend mit dem Aequator Tags kreis« , ( warum ? ) welch« nach den Polen zu abnehmen . Mit der Sonnenbahn gleichlaufend« Kreis« heißen Breitenkreis« , welch« nach den Polen der Sonnenbahn zu , L und B , immer kl«in«r werden . Gerade und schiefe Aufsteigung . Anw er t . 2 . Man mache aus Reifen alle hier genannten K - eise und füg« si« in der beschriebenen Ordnung zusammen ; «in« solch« R«ifenkugel wird die Sache noch mehr verdeutlichen .
ll . Fixsterne , Sternbilder , Planeten .
Eine helle Winternacht zeigt uns einen mit flimmernden Sternen übersacten Himmel , wo wir beim ersten Anblick durchaus keine Orb« nung gewahr werden , und Gelehrte , die man Astronomen nennt , haben durch künstliche Gehwerkzeuge ihrer noch weit mehr entdeckt . Indem unser Auge zum Himmel sieht , erblickt es den endlosen , für menschliches Maaß unermeßlichen Raum , welcher unten auf der Erde blau erscheint , weil die Lichtstrahlen in der dichteren Luft alle , bis auf den blauen Strahl , verschluckt werden ; bei zunehmender HöheunserS Standorts nimmt die Dunkelheit zu , die Sterne verlieren ihre Strah . len und zuletzt würde uns diese Unermeßlichkeir als eine dichte Finsterniß erscheinen , deren Schaudervolles noch durch das strahlenlose Sternen« Heer erhöht würde — Nach der Mitte des Himmels zu scheinen die Srerne sich mehr anzuhäufen und bilden für uns einen sich iheilettden Gürtel , welcher die Himmelskugel umfaßt und wegen des blaßen , weißen Lichtes die Milchstraße genannt wird . Sie ist nicht an allen Orten von gleicher Helligkeit . Unter den Sternen sind bei weitem die meisten * ) Fixsterne , d . h . svlche , welche ihre Entfernung und Lage gegen einander nicht zu verandern scheinen und für uns gleichsam am Himmel angeheftet sind . Sie bewegen sich höchstwahrscheinlich alle um sich selbst herum , — um ihre Axe ; — ja es ist zu vermuthen , daß sie auch noch eine andere Bewegung habey , welche wir nur nicht , wegen ih» rer weiten Entfernungen , gewahr werden können . Man hat schon sehr frühe in der Stellung mehrerer Sterne eine Aehnlichkeit mir Thieren oder berühmten und verehrten Menschen , denen man nach ihrem Ab - sterben eine Wohnung am Himmel anwieß , ( Cepheus , Cassiopeja , Herkules u . a . ) gefunden und daraus sind
2 ) Sternbilder entstanden , die man in der Folge gebrauchte um einen gemeinten Stern zu bezeichnen . Die merkwürdigsten dieftr Sternbilder , von denen viele für uns Nordwohner nicht sichtbar sind , sind 2 ) Sternbilder des Thierkreists oder die sogenannten 12 himmlischen Zeichen . Man theilt die Sonnenbahn ( in F . I . ) in 12 gleiche Theile , so daß also auf jeden Theil 30 0 kommen ; die Srerne in jeder dieser Abteilungen sind unter Bilder gebracht , wornach der jedesmalige Stand der Sonne beurtheilt wird . Die meisten Bilder sind von Thieren hergenommen , daher der Name , und heißen : Widder y , in welchem die Sonne steht in der letzten Hälfte des Märzes und in der ersten deö Aprils oder im isten Frühlingsmonat , Stiers , worin die Sonne sich befindet km April und Mai oder 2ten Frühlingsmonat , Zwilling n , den die Sonne einnimmt im Mai undJuniuS oderzten Frühlingsmonat , KrebS^T , wo die Sonne ist im Iunius und Zu . lius oder lsten Sommermonat , Löwe ft , den die Sonne im Julius und August oder 2ten Sommermonat einnimmt , Zungfrau irp , in welchem die Sonne im August und September oder zren Sommermo . nat steht , Waage der Standpunkt der Sonne im September und October oder isten Herbstmonat , Skorpion m , die Stelle der Sonne im October und November oder 2ten Herbstmvnat , Schützen , der Auftnthalt der Sonne im November und Deeember oder zten Herbst« monoat , Steinbok Z , in welchem die Sonne steht im December und Januar oder isten Winrermonat , Wassermann xc , in wel , chem die Sonne sich aufhalt im Januar und Februar oder 2ten Winter« monat , Fische X , die die Sonne endlich im Februar und Marz oder Zten Wimermonat einnimmt»
An»
Anmerk . Diese Sternbilder , so wi« überhaupt der gestirnt« Himm«l , haben vielen abergläubischen Träumerei«» und Vorherverkünlizunge» der Zu - tunst zur Stütz« di«nen müssen . Zn vorig«» Zeiten wandte man die Kemuniß de« gestirnten Himmel« nicht zur Kenntniß des höchsten Wv sens , sonder» zur Nahrung d«r Thorhtit an . Die Afterwissenschaft , aus der Stellung der Stern« und ihrer Bewegung die Zukunft zu vrrkündigtn , hieß Astrologt« .
b ) Sternbilder , welche vornehmlich kn die Augen fallen und von Wichtigkeit sind . Hierher gehören
( a ) der große und kleine Bar , wovon F . VIII . eine ohnge , fahre Vorstellung giebt . Es gehören zwar mehrere Sterne dazu , als hier abgebildet sind ; allein diese , welcher auch wol großer und klei , ner Wagen genannt werden , sind die hellsten . Der letzte Stern im Schwänze des kleinen Bars wird der Polarstern genannt , weil er dem Nordpol nahe steht , demselben allmählig näher kommt , aber nicht erreicht .
( b ) Die Cassiopeja findet sich in der Milchstraße und ihre hell» sten Sterne bilden beinahe ein liegendes ^ oder W . Sehr merkwürdig ist dieses Sternbild deswegen , weil in der Zeit von 1572 bis 74 hier ein überaus hell leuchtender Stern , der selbst die Körper des Abends einen Schatten werfen ließ , erschien und «jeder verschwand .
( c ) Der Schwan , ebenfalls in der Milchstraße . Seine fünf größten Sterne bilden ein Kreuz + ~ , als flöge er mit vorgestrecktem Schnabel durch den Himmel . Zur rechten Seite des Halses ist ein Stern , der zuweilen verschwindet und dann wieder erscheint ; er wird Wunderstern genannt .
( 6 ) Der Orion , das schönste Sternbild am Firmament , in wel« chem 6 Sterne vom schönsten Glänze zwei Dreiecke bilden , die durch Z kn gerader Linie stehenden , der Jacobsstab genannt , gleichsam getrennt werden . F . IX .
Wenn man diese gefunden hat , wird man unter Leitung leicht meh«
rere , wie den Bootes , den Cepheus , die Leier u . a . finden können
Einige der Sterne sind
Z ) Planeten ( Jrrsterne , Wandelsterne ) , welche von einem Sterne zum andern durch den Himmel fortrücken und also ihre Lage verändern .
III . Sonnensystem .
Die Fixsterne find große unserer Sonne ähnliche Weltkötper , thekls größer theils kleiner , als sie . Sie haben ihr eignes mit der Kraft des Erwärmens verbundenes Licht . Die Behauptung , daß sie mit Geschö« pfen mancherlei Art , vielleicht denen , die wir kennen , durchaus unahn , lich , bedeckt sind , enthalt wenigstens in sich keinen Widerspruch . Sollte wol die Macht , welche Millionen Geschöpfe hervorbrachte und den rein« sten Wassertropfen belebte , zu ohnmächtig sein , Wesen ein Dasein zu schenken , welche sich in Sonnen ihres Lebens freuen und durch dasselbe kn den großen Weltenplan eingreifen ? Vielleicht rollen die Sonnen alle zuletzt um den Mittelpunkt des Weltalls in Bahnen , deren Umfang der menschlichen Fassungskrast zu groß sind ; denn daraus , daß wir ihre Bewegung nicht bemerken , folgt ihre Unbeweglichkeit gar nicht . ( ? ) Um die Fixsterne rollen in abgemessenen Bahnen die Planeten , an sich dunkle Wellkörper , welche Licht und Wärme von ihrem Fixstern oder ihrer Sonne erhalten und mit Geschöpfen , vernünftigen und unvernünftigen , bedeckt sind . Es giebt drei Klassen der Planeten , nemllch :
1 ) Hauptplaneren , welche sich unmittelbar um eineSonne bewegen ,
2 ) Nebenplaneten ( Monde , Trabanten ) , deren Bahn zunächst um einen Hauptplaneten geht und zugleich mit diesen um eine Sonne ,
g ) Kometen ( Haarsterne , Schwanzsterne ) , welche sich durch ihre so sehr in die Länge gezogenen Bahnen auszeichnen , vielleicht um meh« rere Sonnen herumgehen und auf diese Weise vielleicht das Vereins« gungöband zwischen mehreren Sonnen und Planeten werden . Alle diese Himmelskörper bilden verschiedene
Sonnensysteme , deren jedes eine Sonne , mehrere Planeten ,
Nebenplaneren und Kometen in sich faßt . Es glebt also höchstwahr -
scheinltch so viele System ? , als Sonnen oder Fixsterne da sind und die
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