Full text: Ueber den Rhythmus in den Lebenserscheinungen

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liegt , und Instinkt ist ; daher in den niedern Thieren , der Rhythmus maschinenartig vorherrscht , während bei yollkommiiern , Zucht und Gewöhnung vieles vermag . Beim Menschen wirkt die Erziehung dahin , dais alles Instinktartige unterdrückt , und das Begehrungsvermögen unter die Herrschaft des Geistes gebracht werde . In zwischen kann keine Sorge und Pflege , alles mische im Menschen auslöschen , und es bleibt im Ganzen in der Haltung des Leibes , in der Sprache , in der Handschrift , und dergleichen mehr , immer eine Spur des nicht zu überwindenden individuellen Charakters , und des daraus entspringenden genannten Gesetzmäfsigen in der Bewegung , so wie auch Clima und mittel ihre Gewalt , womit sie in die Entwickelung des Menschengeschlechts eingreifen , an der heit in Bewegung u . s . w . der Individuen nach dem Nationalcharakter darthun * ) . 
Die Homologie der Bewegung der Weltkörper mit den individuellen Organismen , finden wir aber nirgends so deutlich und auffallend als im Schneckenei ; diese interessante Entdeckung , die zuerst vom Dr . Stiebel gemacht wurde , ist von Carus später bestätigt und näher erörtert worden . Am vierten Tage nämlich , drehet sich die Dotterkugel im Schneckenei , gleich einem Planeten , der , um die an seinem Pole sich dende Axe herumwälzt ; das Leberende drehet sich um das Kopfende ; es ist dies die ursprüngliche Urbewegung , oder die cosmische , rotatorische Bewegung des Eis . Licht und Wärme vennehren diese Bewegung , am 5 . und 6 . Tage ist diese Umdrehung ain deutlichsten ; 7 bis 8 Umdrehungen erfolgen in einer Minute . Die 
* ) c . Merk § Dauert . über thier . Bewegungen . Wnr / . b . 1818 . p . £>4 -
	        

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