Full text: Ueber den Rhythmus in den Lebenserscheinungen

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Die Lebeiisperiodeii haben denselben Grund , wie das Leben selbst , und zwar beruhen sie in ren Ursache , nicht in äufsern Verhältnissen , nicht in der Bewegung des Weltkörper , weshalb jene rungsart völlig zu verwerfen ist ; denn erstens , findet jene Uebereinstimraung der genannten Perioden mit denen der Himmelskörper , wie ich später zeigen werde , durchaus nicht in dem Grade statt ; zweitens ist sie , wenn wir auch annehmen , dafs die verschiedenen in den nischen Körpern sich findenden Perioden , in den melskörpern , nämlich in der Sonne , Erde und dem Monde ihren Grund haben , durchaus noch nicht reichend erklärt . Allen Körpern , sowohl den schen , als den himmlischen liegt ein und dasselbe Prinzip zu Grunde , und zwar geschiehet alles nach schen Gesetzen , wie der grofse Kepler sagt . 
Es giebt aber kein absolutes Leben des Individuums , sondern alles Leben des Einzelnen ist beschränkt , alle Reaction desselben gegen ungleichförmige Einwirkung der Aufsenwelt , sind nur innerhalb gewisser Schranken gleichförmig . Das lebende Individuum ist abhängig von der Art , die Art vom Geschlecht , diese von der ganzen lebenden Natur , die Letztere vom Organismus der Erde . Das Individuum besitzt zwar eigenthiunliches Leben , aber eben weil das Leben beschränkt ist , macht es ein Organ im allgemeinen Organismus aus ; jeder lebende Körper bestehet . durch das Universum , aber auch das Universum gegenseitig durch ihn , so dafs ein höherer Verstand , aus der gegebenen Organisation eines einzelnen Individuums , die ganze übrige Welt leiten im Stande sey . * ) 
* ) S . Treviranti * , Biologie , Thcil III . Seite
	        

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