Durchforschen der Amtsarchive , welche Acten und Ur - künden enthalten , die wenigstens in das siebzehnte und sechszehnte Jahrhundert hinaufreichen , würde ohne Zwei - fel den von mir zusammengebrachten Stoff sehr lehr - reich vermehren können . Denn diese Archive sind es vor allen , aus denen die auf das hier behandelte The - ma bezüglichen Materialien gesammelt werden müssen .
Wer auf historischen Grund und Boden fußt , laust am wenigsten Gefahr , sich in eine luftige Jdealpolitik zu verirren und zu verlieren . Eine aus idealen Prin - cipien abgeleitete Staatsverfassung ist leicht eine aus der Luft gegriffene . Einige zwar möchten uns zurufen : seyd Spießbürger , keine Staatsbürger ! Allein ihre Rede , aus dem vorigen , nicht aus dem gegenwärtigen Jahr - hundert zu uns herüber tönend , bleibt , ein Ruf in die Wüste . Eine einfache , praktische Politik , beseelt durch 1 feste staatsbürgerliche Ueberzeugung , durch wahren va - terlandischen Gemeinsinn , erleuchtet durch gediegene hi - storische Einsichten , wie durch gründliche statistische Kennt - > nisse , führt am sichersten zu dem rechten Ziel . In der Geschichte , diesem großen Buche der Sacular - Erfahrun - gen der Menschheit , lesen wir nicht bloß Thatsachen und Begebenheiten ; wir vernehmen in ihr auch die ewigen Be - dingungen und Gesetze des Vor - und Rückschreitens , der Erhebung und Erniedrigung der Völker und Staa - ten ; wir erkennen die Herrschaft eines Weltgeistes , welcher Zeiten und Zeitalter bestimmt , dem nicht unge - straft , am El^de auch immer erfolglos Widerstand ge - leistet wird . Wie der einzelne Mensch auch rathe und entscheide , so ergeht doch in den weiten Kreisen des

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