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tation . " So sprach der Minister , dem Preußen den Entwurf seiner Städteordnung verdankt .
Am wenigsten wird in einer dereinstigen Reprä - sentation Schleswig - Holsteins dem Bauernstande , dessen frühere öffentliche Berechtigung uns in gegenwärtiger Erörterung zunächst beschäftigt hat , Gerechtigkeit ver - sagt werden . Auf ihm ruht vorzüglich die Kraft und die Last des Staats ; unser Land ist wesentlich ein acker - bauendes . In welchem deutschen Lande giebt es , wenn wir das Ganze vor Augen haben , einen solchen Bauernstand , wie in dem unsrigen ? wo hat dieser Hauptstand eine schö - nere und würdigere Geschichte , als bei uns ? Man gehe nach Lauenburg , oder über die Elbe in das hannoversche Gebiet , und man wird die Lage und den Zustand des Landvolks ganz anders finden , die Mehrzahl des Bauern - standes im Meier - Nexus ; während in unsern Landschaf - ten freies Erbeigenthum alleinherrschend , in unsern Aem - tern immer in hohem Grade vorherrschend geblieben ist . Nach unsern Landesverhältnissen im Ganzen besteht , auch abgesehen von manchen größern Gehöften , die man in den Aemtern findet , keine schroffe Lücke , kein schneidender Gegensatz zwischen dem Rittergut und der Bauernhufe : der Marschhof vermittelt den Gegensatz zwischen dem größern und kleinern Grundbesitz ; der große Marschbauer steht in vielfacher Hinsicht völlig dem Gutsbesitzer zur Seite . Der Bauernstand ist jetzt die zahlreiche bewehrte Classe , die sür die Gesellschaft unter den Waffen steht : so haben sich , verglichen mit der Vorzeit , die ständischen Verhältnisse im Staat ge - wandt und umgewandelt . Der gesammte Flacheninhalt

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